Donnerstag, 3. Mai 2007

Tennis-Stars zieht's im Juli nach Kitzbühel: Sandplatz-Elite und Melzer sind heuer dabei

  • Auch Robredo, Calleri, Canas und Ancic fix am Start
  • Ungereimtheiten wegen gleichzeitigem WTA-Turnier

Das hoch dotierte ATP-Tennis-Turnier in Kitzbühel bringt im Juli (21.-29.) wieder einige Sandplatz-Stars nach Tirol. Turnierdirektor Jürgen Pfauth gab die ersten Spielerverpflichtungen für das "Austrian Open" bekannt. In Tommy Robredo - aktuell Weltranglisten-Siebenter - konnte auch ein Top-Ten-Spieler verpflichtet werden. Der neue Hauptsponsor wurde hingegen noch immer nicht verraten.

Neben Robredo haben laut Pfauth der argentinische Titelverteidiger Agustin Calleri (ATP-28.) sowie dessen Landsmann Guillermo Canas (22.) und der Kroate Mario Ancic (14.) bereits fix zugesagt. Auch Jürgen Melzer (30.) wird laut Pfauth sicher spielen. Darüber hinaus sei man "dicht" am Russen Michail Juschni (17.) dran.

Einige Altstars werden ebenfalls in die Gamsstadt kommen und eine "Senior Exhibition" liefern. Goran Ivanisevic, Henri Leconte, Emilio Sanchez und Doppel-Künstler Mansour Bahrami sollen auf dem Court für unterhaltsame Einlagen sorgen.

Abseits des Sportlichen betonte Pfauth, der mit seiner Agentur SIAG-Sportmanagement für die kommende Durchführung des Turniers verantwortlich ist, erneut, dass das Turnier auch nach dem Ausstieg des langjährigen Hauptsponsors Generali gesichert ist.

Hauptsponsor bleibt vorerst unbekannt
Dies sei durch die Zusammenarbeit mit der Tiroler Landesregierung, der Stadtgemeinde sowie dem Tourismusverband, dem Österreichischen Tennis Verband und dem Tennisclub Kitzbühel erreicht worden. "Wir ziehen alle an einem Strang", erklärte Pfauth. Mit dem neuen, noch unbekannten, Hauptsponsor bemühe man sich sogar um den Kauf der Lizenz für 2009. Für dieses Jahr plant die ATP allerdings umfassende Neuerungen im Kalender.

Auch die gleichzeitige - und ursprünglich auch geplant gewesene - Durchführung eines Damen-Turniers in Kitzbühel brachte Pfauth erneut ins Spiel. Und das, obwohl der Linzer Turnierveranstalter Peter-Michael Reichel dieses in der selben Juli-Woche stattfindende WTA-Turnier längst in Bad Gastein angesiedelt hat.

Laut Pfauth sei ein "combined event" in Kitzbühel aber noch immer möglich. Reichel hingegen versicherte, dass die Absegnung dieses Turniers in Bad Gastein durch die WTA bei der nächsten Sitzung im Rahmen der French Open nur noch Formsache sei.

Kombi-Event mit Damen und Herren
Damit würde eine einmalige Konkurrenz-Situation in Österreich entstehen, wenn die besten ÖTV-Damen und -Herren in einer Woche an zwei verschiedenen Standorten in Österreich spielen. Während Pfauth der Meinung ist, dass man "Kitzbühel nicht mit Gastein vergleichen kann", schwärmte ÖTV-Präsident Ernst Wolner von der Zuschauer-Wirksamkeit der jungen ÖTV-Damen, allen voran Tamira Paszek. "Da können sich die Herren etwas abschauen."

Wolner sprach sich deshalb für ein kombiniertes Event aus, er würde auch gerne zwischen den Turnier-Organisatoren vermitteln, um ein solches in den kommenden Jahren zu ermöglichen. Reichel wiederum glaubt eher an eine möglichst baldige terminliche "Entflechtung".

(apa/red)

3.5.2007 14:58