Donnerstag, 3. Mai 2007

Basso kooperiert mit seinen Anklägern:
Rad-Star will Doping-Vorwürfe widerlegen

  • Beziehungen zu Fuentes sollen aufgeklärt werden

Der italienische Radsport-Star Ivan Basso hat sich bereit erklärt, mit den Anklägern des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI) zusammenzuarbeiten, um die gegen ihn gerichteten Dopingvorwürfe restlos aufzuklären. Basso wird sich einem DNA-Test unterziehen, um seine Unschuld zu beweisen.

Beim mutmaßlichen spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes waren sieben Blutbeutel gefunden worden, die Basso zugeordnet werden. Der 29-Jährige hatte sich vor kurzem von seinem Team Discovery Channel getrennt, das ihn auf Grund der Neuaufnahme des Verfahrens durch das CONI bis auf weiteres suspendiert hatte.

Anschließend war Basso in Rom zwei Stunden lang von CONI-Ankläger Ettore Torri vernommen worden. Dieser hatte den Radprofi ausführlich über dessen Beziehungen zu Fuentes befragt. Bei einem ähnlichen Verhör vor dem CONI im Oktober hatte Basso jeglichen Kontakte zum skandalumwitterten spanischen Arzt bestritten. Das Verfahren wurde daraufhin eingestellt.

Nun präsentierte Torri Basso jedoch Auszüge von abgehörten Telefongesprächen, die dessen Verbindungen zu Fuentes belegen. Basso, dem die Einnahme verbotener Mittel und Blutdoping vorgeworfen werden, drohen bis zu zwei Jahre Sperre. Im Fall eines Geständnisses könnte die Sperre halbiert werden.

(apa/red)

3.5.2007 11:38