Mayweather gewinnt Duell mit De la Hoya: Happy End der Box-Karriere in Las Vegas!
- Neuer Weltmeister tritt nach seinem Sieg zurück
- Unterlegener De la Hoya staubt finanziell groß ab

Der US-Amerikaner Floyd Mayweather Jr. hat sich in Las Vegas zum neuen WBC-Box-Weltmeister im Superwelter-Gewicht gekrönt. Der 30-Jährige gewann das als "Kampf der Superlative" titulierte Duell gegen seinen 34-jährigen Landsmann und Titelverteidiger Oscar de la Hoya vor gut 17.000 Zuschauern im MGM Grand Casino mit 2:1 Kampfrichter-Stimmen nach Punkten - und gab danach seinen Rücktritt bekannt.
Zum Abschluss seiner Karriere landete Mayweather in seinem 38. Kampf den 38. Sieg, tritt damit mit einem perfekten Rekord ab. Sein Gegner musste im 44. Profi-Fight die fünfte Niederlage hinnehmen. Finanziell jedoch geht der Verlierer als Sieger hervor. Während für Mayweather Jr. 10 Millionen Dollar (7,37 Mio. Euro) abfielen, kassierte De la Hoya 60 Millionen Dollar (44,2 Mio. Euro).
Und der Kalifornier fühlt sich auch sonst als Sieger. "Ich habe die härteren Schläge gelandet, ich habe den Kampf bestimmt", meinte er. Der entthronte Champion ließ die Möglichkeit eines Retourkampfes offen, was aber angesichts des Rücktritts von Mayweather wohl nicht zu Stande kommen wird. Aber auch de La Hoya spekuliert mit dem Ende seiner Karriere. "Ich werde das mit meiner Familie besprechen", erklärte der Superstar.
Für Mayweather steht sein Entschluss hingegen bereits fest. "Ich habe nichts mehr zu beweisen, möchte künftig mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen", sagte der neue Champion, der nun in fünf Gewichtsklassen den WM-Gürtel geholt hat. Ob Mayweather tatsächlich nie mehr im Ring stehen wird, ist freilich nicht sicher. Die Box-Geschichte ist voll von Beispielen, in denen Athleten nur kurz nach ihrem verlauteten Karriere-Ende wieder gekämpft haben.
(apa/red)
