Donnerstag, 3. Mai 2007

Strengere CO2-Vorgaben: Österreichische Emissionsrechte um 2,1 Mio. Tonnen gekürzt

  • Vorschlag für Zeitraum 2008-2012 nicht übernommen

Die Einlösung der CO2-Zertifikate für das Vorjahr und die Zuteilung der Emissionsrechte für die heimische Industrie für heuer sind mit Ende April fristgerecht über die Bühne gegangen. Das teilte das Umweltbundesamt mit. Für die nächste Kyoto-Periode 2008 bis 2012 hat die EU wie berichtet die Vorgaben verschärft: Der österreichische Vorschlag über die zulässige Menge an Gratiszertifikaten wurde von der Kommission um 2,1 Millionen Tonnen gekürzt.

Zur Verminderung der Treibhausgase war im Nationalen Allokationsplan II (NAP II) die Gratiszuteilungsmenge der CO2-Zertifikate für 2008 bis 2012 mit rund 32,4 Millionen Tonnen (ohne die Reserve von 0,4 Millionen Tonnen) vorgesehen. Tatsächlich liegt die Menge an Gratiszertifikaten nun bei 30,3 Millionen Tonnen (ohne Reserve).

Verwaltet werden die neu zugeteilten Emissionsrechte von der österreichischen Registerservicestelle ECRA. Auftraggeber und Registerstelle ist das Umweltbundesamt. Durch die Registerführung hätten die Anlagenbetreiber einen Einblick in die jeweilige Über- oder Unterdeckung ihrer Anlagen auf den Konten bei der ECRA, so das Amt. Die Differenz zwischen zugeteilten Zertifikaten und den tatsächlich benötigten Emissionszertifikaten könne der jeweilige Emittent über den Markt ausgleichen. (apa/red)

3.5.2007 13:56