Samstag, 5. Mai 2007

Bombenexplosion nahe Königspalast in Bangkok: Erreicht Moslem-Terror Hauptstadt?

  • Ein leicht Verletzter nahe dem königlichen Palast
  • Über 2100 Tote in 3 Jahren: Terror im Süden

Bei einer Bombenexplosion in Bangkok ist ein Mensch verletzt worden. Der Sprengsatz detonierte in der Nähe eines Palastes von König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) im Zentrum der thailändischen Hauptstadt, wie die Polizei mitteilte. Unter der Wucht der Explosion gingen Scheiben zu Bruch, und ein 22-jähriger Mann in einer nahe gelegenen Telefonzelle wurde leicht verletzt. Die Polizei riegelte die Umgebung des Chitralada-Palasts ab.

Die politische Lage in Thailand ist seit dem Militärputsch und dem Sturz von Ministerpräsident Thaksin Shinawatra im September instabil. Am Neujahrstag detonierten in der Hauptstadt neun Bomben; dabei wurden drei Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt. Heereschef General Sonthi Boonyaratglin sagte, die Regierung arbeite mit den britischen Behörden zusammen, um Berichte über eine Terrordrohung in Bangkok zu prüfen.

Separatisten im muslimischen Süden Thailands haben unterdessen ihre Attacken verstärkt, diese Woche wurden wieder wurden zahlreiche Menschen getötet. Die Region wird seit drei Jahren von Anschlägen auf die Zivilbevölkerung erschüttert. Dabei sind bisher 2100 Menschen ums Leben gekommen. Islamische Kämpfer setzen sich für die Unabhängigkeit der südlichen Provinzen ein. Nach Angaben des thailändischen Militärs bedürfte es 10.000 weiterer Soldaten, um die Region zu sichern. 30.000 Soldaten und andere bewaffnete Kräfte sind dort derzeit stationiert. (APA/red)

5.5.2007 19:30