16 Jahre Haft drohen: Anwälte Katzavs
weisen Vergewaltigungs-Vorwürfe zurück
- Israels Präsident bleibt Anhörung jedoch fern
Die Anwälte des israelischen Staatspräsidenten Moshe Katzav haben die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den 61-Jährigen erneut zurückgewiesen. Es gebe keinen Grund für eine Anklage, sagte Anwalt Zion Amir vor einer Anhörung vor dem Generalstaatsanwalt im Rundfunk. Katzav hatte während des Termins eine letzte Chance, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Er blieb der Anhörung aber fern.
Generalstaatsanwalt Meni Masus (Menavhem Mazuz) plant ein Verfahren gegen Katzav, in dem es um die Vorwürfe der Vergewaltigung, der sexuellen Nötigung und des Betrugs gehen soll. Katzav hat die Beschuldigungen bisher zurückgewiesen und sein Amt im Jänner vorerst niedergelegt.
Den Ermittlungen liegen die Aussagen von vier Frauen zu Grunde, die mit ihm während seiner Amtszeit als Präsident und zuvor als Minister zusammengearbeitet haben. Katzav wäre der erste israelische Präsident, gegen den während seiner Amtszeit Anklage erhoben wird.
(APA/red)
