Gerüchte über Tod von Al-Kaida-Chef im Irak: US-Armee will Meldung nicht bestätigen
- Kämpfe zwischen rivalisierenden Extremistengruppen
Unklarheit herrscht derzeit über den Verbleib des Chefs der Terror-Organisation Al-Kaida im Irak. Laut Angaben des irakischen Innenministeriums starb Al-Masri bei Auseinandersetzungen zwischen Extremisten nördlich von Bagdad. In die Gefechte seien weder irakische noch US-Truppen involviert gewesen, hieß es. Die US-Regierung konnte die Angaben nicht bestätigen, auch die Al-Kaida dementierte.
Ein irakischer General erklärte, an den Kämpfen, die zum Tod Al-Masris geführt hätten, seien weder irakische noch US-Truppen beteiligt gewesen. Der Leichnam des Ägypters sei nicht in Händen der Behörden. Der Nachrichtensender Al-Arabiya berichtete, Al-Masri sei in dem Gebiet zwischen den Städten Falluja und Ramadi getötet worden.
Die US-Regierung hat nach Angaben führender Regierungsmitglieder bisher keine Bestätigung für den Tod Al-Masris. Die USA bemühten sich derzeit noch mit der Führung in Bagdad um eine Bestätigung, sagte Verteidigungsminister Gates. Auch das US-Militär konnte die Berichte des Ministeriums nicht bestätigen.
Die Al-Kaida dementierte, dass der Führer ihres Irak-Ablegers getötet worden ist. Al-Masri "kämpft immer noch gegen die Feinde", teilte die Al-Kaida-Gruppe "Islamischer Staat im Irak" im Internet mit. Die Seite wird von Extremisten genutzt.
Mitte Februar hatten die USA Berichte über eine Verwundung Al-Masris zurückgewiesen, die das irakische Innenministerium verbreitet und als Erfolg im Rahmen der jüngsten Sicherheitsoffensive bezeichnet hatte. Al-Masris Vorgänger, Al-Zarqawi, war im Juni 2006 bei einem US-Luftangriff getötet worden.
In der letzten Zeit hatten die Spannungen zwischen sunnitischen Islamisten der Al-Kaida und anderen sunnitischen arabischen Aufständischen im Irak zugenommen. Dabei ging es vor allem um die Tötungen von Zivilisten durch die Al-Kaida. Die USA haben ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar für Al-Masri ausgesetzt.
(apa/red)
