Montag, 30. April 2007

Guinness künftig ohne Zigarette: In allen Pubs in Irland nun striktes 'No Smoking'

  • Verbot nun auch in Nordirland - Empfindliche Strafen

Jetzt herrscht in allen Pubs auf der irischen Insel Rauchverbot. Drei Jahre nach der Republik Irland hat auch Nordirland das Rauchen in Restaurants, Bars und an Arbeitsplätzen unter Strafe gestellt. Wer sich dennoch eine Zigarette ansteckt, muss mit einer Strafe von 50 Pfund (74 Euro) rechnen. Für Wirte und Arbeitgeber wird es noch teurer: Sie werden bei Verstößen mit umgerechnet 3.700 Euro zur Kasse gebeten.

Die britische Regierung, die das Gebiet verwaltet, hat eine extra Telefonnummer eingerichtet, in der öffentliches Rauchen in geschlossenen Räumen gemeldet werden kann.

Meinungsfragen in beiden Teilen Irlands zeigen eine breite Mehrheit für das Rauchverbot. Irland hatte 2004 als weltweit erster Staat ein Rauchverbot für Arbeitsplätze in geschlossenen Räumen erlassen. Später folgten unter anderem Schottland und Wales. In England wird mit einem entsprechenden Verbot im Juli gerechnet.

Viele Raucher aus der Republik Irland hatten nach der Verhängung des Rauchverbots die Pubs in Nordirland besucht und den Betreibern der Bars dort steigende Umsätze beschert. Doch mit diesem kleinen Grenz- und Pubverkehr dürfte es nun vorbei sein. Inzwischen haben sich findige Wirte vor allem im kosmopolitischen Dublin etwas einfallen lassen, um die rauchende Kundschaft bei Laune zu halten: Sie eröffneten beheizte und überdachte Terrassen, die sich zu beliebten Treffpunkten entwickelt haben - zumindest im Sommer.

(apa/red)

30.4.2007 16:12