Montag, 30. April 2007

Blutigster Monat des Jahres: Im April
bereits über 100 US-Soldaten im Irak getötet

  • Autobombenanschlag in Basra mit 25 Todesopfer
  • Zwei weitere Bomben von Polizei rechtzeitig entdeckt

Im Irak hat es wieder Anschläge gegeben. Bei Anschlägen in Bagdad sind weitere vier US-Soldaten und ein irakischer Übersetzer ums Leben gekommen, wie die amerikanischen Streitkräfte mitteilten. Damit stieg die Zahl der im April im Irak getöteten US-Soldaten auf 103 - das ist die bisher höchste Zahl in diesem Jahr. Im Dezember waren 113 Amerikaner ums Leben gekommen.

Bei einem Autobombenanschlag in der südirakischen Stadt Basra wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak mindestens 25 Menschen getötet. Andere Quellen berichteten hingegen nur von fünf Todesopfern. Wie Aswat al-Irak unter Berufung auf offizielle Angaben weiter berichtete, wurden bei den Attentat viele Menschen verletzt.

Zwei weitere Autobomben wurden nach Angaben der Polizei noch rechtzeitig entdeckt und von Experten entschärft. In der Gegend des Explosionsortes im Westen von Basra befinden mehrere Restaurants, in denen häufig Anhänger des radikalen schiitischen Geistlichen Muktada al-Sadr verkehren.

In Bagdad wurden drei Soldaten den Angaben zufolge bei der Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe getötet. Der Anschlag kostete auch den irakischen Übersetzer das Leben. Ein vierter Soldat kam bei einer Schießerei im Osten der irakischen Hauptstadt ums Leben.

Nach Militärangaben verhinderten US-Soldaten in Taramija nördlich von Bagdad einen Anschlag auf eine Mädchenschule. Es war laut US-Armee das zweite Mal innerhalb eines Monats, dass Sprengsätze auf dem Gelände der Schule gefunden wurden, die in den kommenden Wochen nach einer Renovierung hätte eröffnet werden sollen.

(apa/red)

30.4.2007 11:01