Eltern wollten Autounfall vertuschen: Sohn rammte betrunken gepartes Auto und Zäune
- 18-Jähriger erlitt bei "Stiegensturz" Kopfverletzung
- Vater nahm Schuld auf sich - trotzdem aufgeflogen
Ein angeblicher Stiegensturz eines 18-jährigen Führerscheinneulings im südsteirischen Leibnitz Ende April hat sich nach Ermittlungen der Polizei als ein Autounfall im vermutlich alkoholisierten Zustand entpuppt. Die Eltern des jungen Steirers und er selbst hatten versucht, den Unfall zu vertuschen. Alle drei wurden nun wegen schweren Betrugs angezeigt, so die Sicherheitsdirektion Steiermark.
Der 18-Jährige war mit dem Auto seiner Mutter vermutlich betrunken im Stadtgebiet von Leibnitz unterwegs, als er ein geparktes Fahrzeug rammte. Durch die Wucht des Anpralles wurde der Pkw des jungen Mannes gegen zwei angrenzende Gartenzäune geschleudert. Da der Unfalllenker nicht angegurtet war, stieß er mit dem Kopf an die Windschutzscheibe und erlitt dabei eine Kopfverletzung.
Der Führerscheinneuling rief nach dem Crash seine Eltern an, die sofort zur Unfallstelle kamen. Während die 40-jährige Mutter den Sohn ins LKH Wagna brachte, ließ der 43-jährige Vater das beschädigte Auto der Mutter wegschaffen. Den Ärzten gegenüber sagte der junge Steirer, dass er im Haus die Stiege hinuntergestürzt sei. Er wurde nach der Erstversorgung zwei Tage lang stationär behandelt. Der Vater einigte sich derweil mit den Eigentümern eines der Gartenzäune und des gerammten Fahrzeuges. Gleichzeitig gab er an, dass er selbst den Unfall verursacht habe.
Das Pech des Trios: Der 43-Jährige hatte den zweiten beschädigten Gartenzaun übersehen, der Eigentümer erstattete Anzeige gegen den vorerst unbekannten Fahrzeuglenker. Im Laufe der Ermittlungen konnte schließlich der Sachverhalt geklärt werden, so die Exekutive.
(apa/red)
