Vignetten-Kontrolle mit Kameras: Asfinag testet bald 230.000 Euro teure Anlagen
- Kommen an Stellen mit viel Verkehr zum Einsatz
- Pickerlsünder verursachen 5 Mio. Verluste pro Jahr
·Vignette wird 2008 um 1,20 Euro teurer!
Erhöhung bringt Asfinag um 5,3 Mio. Euro mehr
·Ab jetzt muss die neue Vignette kleben!
Nützliche TIPPS, damit Ihnen keine Strafe droht
Autobahn-Vignetten könnten schon bald per Kamera kontrolliert werden. Die Asfinag testet derzeit ein von Siemens entwickeltes System, das die Windschutzscheibe filmen und so die Gültigkeit der Vignetten überprüfen soll. Ein erster Versuch wird in der zweiten Jahreshälfte 2007 über die Bühne gehen, die Kosten betragen rund 230.000 Euro pro Anlage.
"Ein Foto von einer Windschutzscheibe bei schönem Wetter zu machen ist nicht schwer", sagte Marc Zimmermann von der Asfinag. Viel komplizierter werde es jedoch, wenn diese Scheibe nass oder verschmutzt ist, es regnet oder gerade schneit. Zusätzliches Problem: Wird die Kamera feinfühlig genug sein, um unter vielen, eng aneinander geklebten Vignetten die richtige zu erkennen?
Kommt an Stellen mit viel Verkehr zum Einsatz
Zum Einsatz sollen die Kameras dort kommen, wo besonders viel Verkehr ist und eine Ableitung durch Kontrolleure kaum möglich ist - also zum Beispiel auf der Südost-Tangente. Hie und da wurden dort die Geräte schon für kurze Zeit montiert, die meiste Zeit verbringen sie derzeit aber noch in den Labors.
Im Rahmen der Testphase in der zweiten Jahreshälfte werde allerdings noch nicht gestraft, bekräftigte Zimmermann. Vignettensünder - von denen 80 Prozent aus dem Ausland kommen - sorgen für einen jährlichen Verlust von fünf Millionen Euro, denn etwa zwei Prozent aller Autofahrer sind ohne Mautpickerl unterwegs. Im Vorjahr ist die Zahl der Vignettensünder um 20 Prozent gestiegen. (apa/red)
