Schmied will Volksschulzeit-Verlängerung prüfen: "Sechs Jahre als mögliche Variante!"
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Die Verlängerung der Volksschule von vier auf sechs Jahre wäre für Unterrichtsministerin Schmied eine mögliche Variante. In einem Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten" sagte Schmied, die gemeinsame Schule für Sechs- bis Zwölfjährige wäre eine von unterschiedlichen Varianten der Schulorganisation, wie sie laut Koalitionsübereinkommen evaluiert und entwickelt werden sollen.
Die Ministerin bezog sich in der Tageszeitung auf einen Vorstoß des Vorarlberger Schullandesrates Stemer, der sich Anfang März in den "VN" für ein Nachdenken über eine sechsjährige Dauer der Grundschule ausgesprochen hatte. "Die Verlängerung der Volksschule trifft genau den neuralgischen Punkt, dass die Richtungsentscheidung zwischen Gymnasium und Hauptschule heute viel zu früh erfolgt", wird Schmied in den "VN" zitiert.
Zu Vorbehalten aus der Bevölkerung, die Gesamtschule könnte zu Gleichmacherei statt Leistungsförderung führen, meinte Schmied: "Wenn man unter gemeinsamer Schule die Anpassung an den Leistungsschwächsten versteht, dann ist diese Sorge berechtigt. Daher versuche ich ja, von dem so besetzten Begriff Gesamtschule wegzukommen. Individuelle Förderung und Forderung sind in einer gemeinsamen Schule mit innerer Differenzierung entscheidend."
Die gemeinsame Schule könnte schlussendlich auch Hauptschule und AHS-Unterstufe ersetzen. "Wobei ich überzeugt bin, dass wir das nicht von oben verordnen können", so Schmied. "Es muss gelingen, eine breite gesellschaftliche Akzeptanz zu gewinnen."
Mit der Entscheidung für das Gymnasium oder die Hauptschule im Alter von neuneinhalb Jahren werde über die künftige Bildungschancen von Kindern entschieden. "Das hat nichts mit Differenzierung zu tun, das ist de facto eine Selektion", sagte die Ministerin. (apa/red)
