Montag, 30. April 2007

Tiroler Tempo 100 hat jetzt Sommerpause: Ab morgen freie Fahrt auf Inntalautobahn

  • Luftgüte 100er ist auf das Winterhalbjahr beschränkt
  • Autofahrerclubs für emissionsabhängige Regelung

Das Tiroler "Tempo 100" auf Teilen der Inntalautobahn (A12) geht morgen in die Sommerpause. Verkehrslandesrat Hans Lindenberger (S) kündigte an, die erstellten Untersuchungsergebnisse Anfang Mai präsentieren zu wollen. Die Landesregierung hatte die Maßnahme in den Wintermonaten mit einer Reduktion der Luftschadstoffe begründet.

Tempo 100 hat "offensichtlich etwas gebracht". So hat der ÖAMTC Tirol Bilanz gezogen. Die Beschränkung habe zu einer höheren Verkehrssicherheit und weniger Staus geführt, sagte Direktor Heis gegenüber der APA. Bei Tempo 100 sei der Verkehrsfluss "homogener". Da die Spitzengeschwindigkeiten fehlen, steige die Verkehrssicherheit. Trotz dieser positiven Auswirkungen sei man beim ÖAMTC für die emissionsabhängige Regelung von Tempo 100. Die Akzeptanz bei den Kraftfahrern sei einfach größer, erklärte Heis. Diese Variante halte er auch bundesweit für "sinnvoll".

Auch ARBÖ für emissionsabhängige Regelung
Begrüßt wurde das Ende der "starren" Tempo-100-Regelung auch vom ARBÖ Tirol. Die variable Geschwindigkeitsbeschränkung sei auf jeden Fall die "zielführendere" Variante. ARBÖ-Landespräsident Schneider zweifelte an der Aussagekraft von Statistiken, die eine Abnahme der Schadstoffbelastung und der Anzahl der Unfälle ausweisen. Diese würden nicht den wahren Werten entsprechen. Vorwiegend habe sich der außergewöhnlich warme Winter positiv auf Unfallstatistik und Schadstoffbelastung ausgewirkt, meinte er.

Tempo 100 von November bis Ende April
Die Tempobeschränkung zwischen Kufstein und Zirl sowie zwischen Imst und Landeck war mit der Überschreitung von Luftgüte-Grenzwerten im Inntal argumentiert worden. Der umstrittene "100er" ist laut den entsprechenden Verordnungen des Landes auf das Winterhalbjahr, Anfang November bis Ende April, beschränkt. (APA/red)

30.4.2007 13:27