Zu diesen Preisen muss man reisen: Ab 2008 werden Flugreisen in die USA billiger
- Open-Skies-Abkommen öffnet die Lufträume
- Wettbewerb angekurbelt: Ticketpreise werden sinken
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Flugreisen zwischen Europa und den USA sollen künftig einfacher und billiger werden. Der deutsche Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee als Vertreter der EU-Ratspräsidentschaft und seine US-Kollegin Mary Peters unterzeichneten beim EU-USA-Gipfel in Washington ein Abkommen, mit dem erstmals ein gemeinsamer transatlantischer Luftraum geschaffen wird. Die Liberalisierung soll den Wettbewerb der Airlines im Flugverkehr über den Atlantik beleben, was Reisenden eine größere Auswahl bei Flügen und billigere Tickets bieten soll. Tiefensee sprach von einem "historischen Schritt". Das Abkommen werde "das Reisen erleichtern und die Kontakte vertiefen".
Die EU hofft durch die nach jahrelangen schwierigen Verhandlungen vereinbarte Liberalisierung des Flugverkehrs auf 80.000 zusätzliche Arbeitsplätze und wirtschaftliche Vorteile von bis zu zwölf Milliarden Euro. Die Zahl der Flugpassagiere soll in den nächsten Jahren um 26 Millionen steigen. Umweltverbände kritisieren, dass die Ausweitung des Flugverkehrs wegen des hohen Ausstoßes an Treibhausgasen der Umwelt massiv schade und die Erderwärmung vorantreibe.
Das Abkommen mit dem Namen "Open Skies" (Offener Himmel) räumt zahlreiche Hürden im Luftverkehr zwischen der EU und den USA beiseite. Das Abkommen ermöglicht es europäischen Airlines wie der Lufthansa erstmals, von allen Flughäfen in Europa alle Ziele in den USA anzufliegen. Bisher hatte für Deutschland wie für die meisten anderen EU-Länder für die gut 180 Flugrouten über den Atlantik ein bilaterales Luftfahrtabkommen mit den USA gegolten. Diese Verträge hatte der Europäische Gerichtshof bereits 2002 als nicht vereinbar mit EU-Recht erklärt.
Das Abkommen soll im März 2008 in Kraft treten. In einer zweiten Phase wollen sich USA und EU bis März 2009 auf weitere Einzelheiten einigen. Dazu zählen etwa gemeinsame Sicherheitsregeln für die Luftfahrt, bessere Investitionsbedingungen für EU-Gesellschaften in den USA sowie eine gemeinsame Billigung von Vorhaben zum Klimaschutz. Die EU-Kommission will die Fluggesellschaften in den Emissionshandel einbeziehen, was bei den US-Partnern auf Kritik stößt.
(apa/red)
