NEWS: Wilfried Seipel sieht sich bis Ende 2009 als alleiniger künstlerischer KHM-Boss
- 'Wenn Ministerin es nicht will, muss sie Gesetz ändern'
Der Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums, Wilfried Seipel, erklärt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift NEWS bis Ende 2009 alleiniger künstlerischer Leiter des Kunsthistorischen Museums zu bleiben.
Seipel, dessen Vertrag als Geschäftsführer 2008 ausläuft, tritt als Beamter erst Ende 2009 in den Ruhestand: "Ich gehe am 31. 12. 2009 als Generaldirektor in Pension. Denn ich bin als Beamter in dieser Funktion 1990 angestellt worden. Das ist junktimiert." Den eigentlich ab Ende 2008 vakanten Posten des Geschäftsführers könne Ministerin Claudia Schmied solange nicht nachbesetzen. Es sei denn, sie schafft eine Lex Seipel: "Im Bundesgesetz ist der Direktor gleichzeitig Geschäftsführer. Wenn die Ministerin das nicht will, müsste das Gesetz geändert werden."
Kritisch äußert sich Seipel in NEWS, der am 8. Mai das Völkerkundemuseum wiedereröffnet, über die Finanzlage der Bundesmuseen: "Es ist leider immer so, dass bei baulichen Veränderungen oder Neuerrichtungen vom Bund vergessen wird, dass dann ja auch Betriebskosten anfallen." Auch die für den Endausbau des Völkerkundemuseums notwendigen 2,5 Millionen Euro seien vom Bund "leider nicht avisiert worden. Wir wissen noch nicht, ob wir diese Mittel aufbringen werden, oder ob wir nur einen Teil des Hauses eröffnen können." Da die Basisdotierung der Museen im Budget 2007 nicht erhöht wird, droht Seipel mit verschlossenen Türen auch im KHM: "Wir haben einen totalen Personalaufnahmestopp. Wenn wir keine Sicherheitsleute einstellen können, werden wir Teile der Sammlungen schließen."
Die ganze Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!
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