Suspendierter "Air-Chief" Wolf warb für EADS und Eurofighter: 'Gratis'-PR-Interview
- NEWS deckt auf: 'Wolf lobt Eurofighter' im März 2003
Das Nachrichtenmagazin NEWS deckt in seiner nächsten Ausgabe auf, dass der suspendierte Air-Chief des Bundesheeres, Generalmajor Erich Wolf, im März 2003 für den EADS-Konzern und den Eurofighter warb.
Wolfs PR-Auftritt fand somit nur zwei Monate nach der umstrittenen 87.600-Euro-Zahlung (für die es bis heute keine Gegenleistung gab) des EADS-Lobbyisten Erhard Steininger an die Firma von Wolfs Frau statt. Und: Das Interview fand mehr als drei Monate (!) vor der Unterzeichnung des Kaufvertrages für die Eurofighter statt.
Promotion-Interview im Kurier
Am 8. März 2003 erschien in einer als "Promotion" gekennzeichneten vierseitigen Beilage des "Kurier" ein Interview mit dem damaligen Chef der Luftstreitkräfte Erich Wolf. Titel des Interviews: "Generalmajor Erich Wolf lobt den Eurofighter." Im Interview, das von Wolf selbst erarbeitet wurde und das er an EADS weiterleiten ließ, bejubelt Wolf den Eurofighter als "bestgeeignetes Produkt" und erklärt, dass eine Luftraumsicherung "ohne Nachbeschaffung eines modernen Abfangjägers nicht möglich" sei.
Im Impressum der Eurofighter-Werbebeilage scheint als "Herausgeber und verantworlich für den Inhalt" der EADS-Konzern auf. Im Inhaltsverzeichnis steht: "Eine Anzeige von EADS. Interview mit Generalmajor Erich Wolf."
Wolf war zum Zeitpunkt des Interviews - Verteidigungsminister Günther Platter war gerade acht Tage im Amt - selbst für die Öffentlichkeitsarbeit der Luftstreitkräfte verantwortlich und konnte sich das PR-Interview - für das er kein Geld erhalten hat - selbst genehmigen.
Bei der Staatsanwaltschaft Wien wurde das Interview bereits am 11. März 2003 durch eine Anzeige bekannt. In dieser wurde auch behauptet, dass EADS-Geld an die Firma von Wolfs Frau geflossen sei. Die Anzeige wurde von der Justiz - der die Steininger-Zahlung damals nicht bekannt war - jedoch zurückgelegt.
Die ganze Story lesen Sie im aktuellen NEWS.
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