Dienstag, 24. April 2007

3 Millionen Menschen sterben jährlich an Malaria: Zählt zu häufigsten Todesursachen

  • Global: 40 Prozent durch Tropenkrankheit bedroht
  • Größte Risikogruppe: Kinder unter fünf Jahren

Malaria ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für Tod und Erkrankung: Bis zu drei Millionen Menschen sterben jedes Jahr an der Tropenkrankheit. 40 Prozent der Weltbevölkerung sind durch Malaria bedroht. Kinder unter fünf Jahren zählen zur größten Risikogruppe: Täglich sterben mehr als 3.000 durch die Krankheit, hieß es in einer Aussendung des Roten Kreuzes.

Jedes Jahr infizieren sich rund 500 Menschen. Am meisten Betroffen sind die Entwicklungsländer. Besonders in Afrika stieg die Zahl der erkrankten Menschen in den vergangenen dreißig Jahren weiter an. Die Gründe dafür sind Medikamentenresistenz und mangelhafte Gesundheitssysteme, hieß es vom Roten Kreuz.

Größte Risikogruppe: Kinder
In Afrika stirbt alle 30 Sekunden ein Kind an Malaria. Darauf wies das Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag in Bonn im Vorfeld des Welt-Malaria-Tages am Mittwoch hin. Fast 20 Prozent aller Todesfälle bei den unter fünfjährigen Kindern seien durch die Massenseuche verursacht.

Prävention: Moskitonetz
Eine einfache, aber effektive Vorsorgemaßnahme ist das Austeilen von Moskitonetzen, sagte Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. Im Rahmen einer Malariainitiative der Hilfsorganisation wurden mehr als 30 Millionen Netze verteilt. "Basierend auf den bisherigen Erfahrungen bedeutet das mehr als eine Million gerettete Menschenleben", zog Kopetzky Bilanz. In den kommenden Monaten und Jahren solle die Verteilung auf 300 Millionen Netze ausgeweitet werden, kündigte der Rotkreuz-Chef an. Unter dem Namen "Olyset Net" vertreibt das tansanische Unternehmen A to Z Textile Mills ein Moskitonetz, dessen Synthetikstoff direkt bei der Herstellung mit einem Insekten abstoßenden Mittel imprägniert wird.(apa/red)

24.4.2007 16:40