Nach monatelanger Debatte: SP-nahe ÖBB- Mangerin Wilhelmine Goldmann vor Rückzug
- Führt unter Protest der SPÖ "finale Gespräche"
- Vorwurf: Gelder missbräuchlich verwendet?

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ÖBB-Nahverkehrschefin Wilhelmine Goldmann steht nach monatelangen Debatten offenbar vor ihrem Rückzug aus den Bundesbahnen. Wie die APA aus hochrangigen ÖBB-Kreisen erfuhr, soll Goldmann nächste Woche mit dem designierten künftigen Aufsichtsratspräsidenten der ÖBB-Holding, Horst Pöchhacker, zu neuerlichen Verhandlungen zusammentreffen. Die Rede ist von "finalen Gesprächen".
Schon im Vorjahr hatte die ÖBB-Holding versucht, Goldmann, die als SPÖ-nahe gilt, aus dem Vorstand zu drängen. Die Konzernleitung hatte ihr die "missbräuchliche Verwendung betrieblicher Mittel für nicht- betriebliche Zwecke" vorgeworfen - konkret die Verwendung von Büroinfrastruktur für den gemeinnützigen Verein Opernwerkstatt. Die Folge war dann jedoch lediglich eine Verwarnung Goldmanns, welche diese unter Protest zur Kenntnis nahm.
Goldmanns Vertrag läuft bis 2009. Nach dem gescheiterten Ablöse- Versuch war die Managerin, die zuvor bei der Staatsholding ÖIAG und dann beim Postbus aktiv war, in den vergangenen Monaten vom ÖBB- Holding-Vorstand schrittweise entmachtet worden.
Goldmann verlangte zuletzt eine Rückübertragung ihrer ursprünglichen Zuständigkeit für Personal, Marketing und Finanzen. Die ÖBB-Führung soll das jedoch abgelehnt haben und stattdessen nun bereit sein, Goldmanns Vertrag auszuzahlen. Über die Höhe der Auszahlung haben in den vergangenen Wochen die Rechtsanwälte noch diskutiert.
(apa/red)
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