Exporte boomen: Österreich verdient 6 von 10 Euro im Ausland - Export-Top-Player!
- Für 2007 wird Exportplus von 10 Prozent angepeilt

Österreich hat sich im Außenhandel zu einem weltweiten Top-Player entwickelt. Schon jetzt verdient Österreich 6 von 10 Euro mit Waren- und Dienstleistungsexporten. Damit sei es gelungen, sogar den Exportkaiser Schweiz in den vergangenen Jahren zu überholen, zeigte sich der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl, "euphorisch und enthusiastisch".
2006 wurde bei den Exporten die Schallmauer von 100 Mrd. Euro durchbrochen. Einen wesentlichen Beitrag dazu habe die Außenwirtschaftsorganisation (AWO) der WKÖ mit ihren 107 Stützpunkten in aller Welt geleistet, streute Leitl seiner Außenhandelsorganisation Rosen und gab auch gleichzeitig den Weg vor: Bis 2010 soll die AWO stärkste Außenhandelsorganisation der Welt werden und die USA überrunden. Zudem soll Österreich den weltweit größten Anteil an Exporteuren von Klein- und mittleren Unternehmen (KMU) haben.
Exportquote soll weiter steigen
Nach einem Plus von 13 Prozent will die Wirtschaftskammer heuer die Exporte um 10 Prozent steigen und eine positive Handelsbilanz erwirtschaften. Zum zweiten Mal in der Zweiten Republik nach 2004 würde damit der österreichische Außenhandel ein Aktivum von etwa 600 Mio. Euro verzeichnen, hieß es. Für 2010 hat man sich wie berichtet zum Ziel gesetzt, ein Exportvolumen von insgesamt 200 Mrd. Euro (Waren und Dienstleistungen) zu erzielen und die Zahl der Exporteure von derzeit 30.000 auf 40.000 zu steigern. Die Exportquote soll sich insgesamt von 57,6 auf 64 Prozent erhöhen.
"Österreich muss sich vor der Globalisierung nicht fürchten. Ganz im Gegenteil: Wir haben an der gesamten Entwicklung auf der Weilt teil und profitieren davon", betonte der WKÖ-Präsident.
30.800 neue Jobs durch Exportsteigerung
Allein durch die Exportsteigerung Österreichs im vergangenen Jahr konnten 30.800 neue Arbeitsplätze (von insgesamt 52.000) neu geschaffen werden. Von 3,5 Mrd. Mehreinnahmen für den Finanzminister stammen 2,1 Mrd. Euro aus der zusätzlichen Exporttätigkeit Österreichs. Am Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent trugen heimische Exportunternehmen 1,9 Prozent bei, erläuterte Leitl die volkswirtschaftliche Bedeutung des österreichischen Außenhandels.
von 2000 bis 2005 wies Österreich unter den 30 volumsmäßig größten Warenexportländern weltweit eine Exportsteigerung von 83 Prozent auf. "Damit liegen wir an erster Stelle der Industriestaaten und auf Platz 6 unter allen 30 Top-Exportstaaten", ergänzte AWO-Chef Walter Koren. Vor Österreich liegen nur die klassischen aufstrebenden hohen Entwicklungsregionen Brasilien, Russland, Indien, China und Saudi-Arabien (BRICS).
Unter den wichtigsten Zukunftsmärkten für österreichische Exporte sieht Koren neben der "Lokomotive Deutschland" die Region Nordwesteuropa sowie Südosteuropa inklusive dem Westbalkan, die BRICS-Länder sowie die NAFTA-Staaten. Belastend auf die Exporte könnte sich laut Koren der starke Euro auswirken. Der heimischen Außenwirtschaft komme jedoch zugute, dass mehr als 80 Prozent der Exporte im Euroraum fakturiert werden. Der Prognose von einem Exportwachstum von 10 Prozent für 2007 liegt ein Eurokurs in der Bandbreite von 1,32 bis 1,35 Dollar zugrunde. (apa)
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