Outlet-Stadt Parndorf wird immer beliebter:
2,8 Millionen Kunden & 19 % mehr Umsatz
- Schuhe & Unterwäsche gelten als stärkste Kategorien
- Weitere Expansion genehmigt, aber nicht geplant
Designer-Ware zu Aktionspreisen lockt immer mehr Schnäppchenjäger nach Parndorf ins Outlet Center. Im Geschäftsjahr 2006/07 (per Ende März) wurden in den 150 Shops des McArthurGlen Designer Outlets 2,8 Millionen Besucher gezählt, um 12 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ein Ausbau um bis zu 35 weitere Geschäfte auf 6.000 m2 sei genehmigt, sei aber aktuell noch kein Thema, sagte Center Manager Thomas Reichenauer vor Journalisten in Wien.
Der Umsatz des Designer Outlets ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 19 Prozent gestiegen. Inklusive "Galerien", dem ehemaligen BIGG Outlet Center, das im Juni 2006 von McArthurGlen übernommen wurde, lag das Umsatzplus bei 24 Prozent. Auch der durchschnittliche Einkauf sei um 7 Prozent gestiegen, was Reichenauer als Bestätigung für sein Geschäftsmodell und den Branchenmix sieht. Stärkste Kategorien waren Schuhe, Unterwäsche und Freizeitbekleidung. Genaue Daten werden nicht bekannt gegeben.
Hochwertige Männermode soll forciert werden
Das Outlet Center habe sich damit deutlich gegen den Trend im Einzelhandel entwickelt, der im Vorjahr nominell nur um 1,4 Prozent gewachsen ist, zeigte sich Reichenauer zufrieden. Es zeige sich, dass große bekannte Marken immer zugkräftiger seien. Forcieren werde man künftig unter anderem hochwertige Herrenmode. In den letzten freien Standort in den Galerien werde Northland einziehen, kündigte der Center Manager an.
Mit 1.150 Mitarbeitern ist das Outlet Center der größte private Arbeitgeber im Burgenland. Die Beschäftigten - 90 Prozent davon Frauen - kommen aus den umliegenden Bezirken, weshalb dieser regionale Arbeitsmarkt auch bereits ziemlich abgeschöpft sei, sagte der Center-Chef. Daher gestalte es sich immer wieder schwierig, neue Mitarbeiter zu finden. Auch derzeit seien 36 Stellen offen.
Wichtig für das Outlet Center werde die für Ende 2008 geplante neue eigene Auotbahnabfahrt. Dies mache für Kunden und Mitarbeiter die Zufahrt vernünftiger und sei hinsichtlich einer weiteren Expansion des Centers notwendig, so Reichenauer. Das Outlet Center unterstütze das Projekt mit einem "namhaften" Betrag, gab man sich bedeckt.
70 Minuten Fahrzeit für 2,5 Stunden Shopping
Im Schnitt nimmt ein Besucher des Outlet Centers eine Fahrtzeit von 70 Minuten in Kauf und verbringt etwa 2,5 Stunden in der Mall. 22 Prozent der Kunden kommen aus Wien, 13 Prozent aus Niederösterreich und dem Burgenland, je 15 Prozent aus Ungarn und der Slowakei. Daher spreche auch zumindest eine Mitarbeiterin in den großen Geschäften eine Ostsprache, hieß es.
Den Konkurs der Betriebsgesellschaft des Mitbewerbers Leoville südlich von Wien wollte Reichenauer nicht kommentieren, betonte jedoch, dass er ein anderes Outlet Center nicht so sehr als Konkurrenz sieht, sondern eher den gesamten Handel bzw. Einkaufszentren.
McArthurGlen International verbuchte 2006/07 wie die Österreich-Tochter ein Umsatzplus von 19 Prozent und zählte zuletzt 50 Millionen Besucher im Jahr. Derzeit betreibt der britisch-amerikanische Handelskonzern 16 Center in Großbritannien, Frankreich, Italien, Österreich und den Niederlanden. 2008 kommt Griechenland und ein fünftes Projekt nahe Venedig dazu. (apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien

