Warschaus Ministerin optimistisch: Polen will 2012 zur Einführung des Euro bereit sein
- IWF mahnt neue Mitglieder zum Beitritt zur Euro-Zone
Polen will nach den Worten von Finanzministerin Zyta Gilowska im Jahr 2012 den Euro einführen. Polen werde die Konvergenzkriterien zur Einführung der Gemeinschaftswährung 2009 erfüllen, sagte Gilowska. Danach könnten die "sehr schwierigen" Gespräche über die Festlegung des Wechselkurses beginnen. "Technisch gesehen wären wir dann 2012 bereit, der Euro-Zone beizutreten."
Die Ministerin äußerte sich allerdings besorgt darüber, dass die Vorbereitungen zur Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine den Inflationsdruck erhöhen könnten. Wie die anderen neuen Mitgliedstaaten hatte sich auch Polen bei seinem EU-Beitritt 2004 zur Einführung des Euro verpflichtet. Ein konkreter Termin wurde bisher jedoch nicht genannt.
Der Internationale Währungsfonds (IWF/IMF) mahnte derweil die osteuropäischen EU-Länder, sich stärker um einen baldigen Beitritt zur Euro-Zone zu bemühen. Die Länder müssten ihre Anstrengungen forcieren, die entsprechenden Kriterien zu erfüllen, sagte Michael Deppler, Chef der Europa-Abteilung des IWF, der "Financial Times Deutschland". "Sie alle würden davon sehr profitieren." Die Euro-Begeisterung in Osteuropa hatte zuletzt stark nachgelassen. Die meisten der neun im Mai 2004 beigetretenen Ländern hatten ihre Beitrittstermine immer weiter verschoben. (APA/red)
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