Dienstag, 24. April 2007

Rückzug aus den USA fix: Telekom Austria
steht vor Ausstieg von der New Yorker Börse

  • Delisting soll Verwaltungsaufwand und Kosten senken
  • Letzter Handelstag wird voraussichtlich 11. Mai sein

Die Telekom Austria, die an der Wiener und New Yorker Börse notiert, will sich vom Börseplatz USA zurückziehen. "Die Telekom Austria Group gab heute auch ihre Absicht bekannt, ihre American Depository Shares von der New Yorker Börse zu nehmen und sich von der U.S. Securities and Exchange Commission zu deregistrieren", hieß es in einer ad hoc-Meldung. Das primäre Listing in Wien wird beibehalten.

Telekom-Finanzvorstand Hans Tschuden zum Ausstiegsgrund: "In Folge der kürzlich von der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) eingeführten Regeln bezüglich der Beendigung von verpflichtenden Reportings unter US-Wertpapiergesetzen und in Anbetracht des geringen Handelsvolumens von Telekom Austria-Aktien in New York haben wir uns dazu entschlossen, ein Delisting durchzuführen. Dieser Schritt hilft uns, den Verwaltungsaufwand zu verringern und die mit dem Listing verbundenen Kosten zu senken. Nichtsdestotrotz bleiben wir den hohen Standards der Corporate Governance und der Transparenz gegenüber unseren Aktionären verpflichtet."

Um das Delisting und die Deregistrierung abzuschließen, beabsichtigt die Telekom Austria, bei der US-Börsenaufsicht SEC am 4. Mai 2007 das Form 25 einzureichen. Es wird erwartet, dass die Deregistrierung von der New York Stock Exchange 14. Mai effektiv wird und dass am selben Tag der Handel mit ADS von Telekom Austria ausgesetzt wird. Der letzte Handelstag dürfte also der vorhergehende Freitag, der 11. Mai, sein.

(apa/red)

24.4.2007 14:54