"Kann und muss besser spielen": Brückler gibt sich nach 1:6-Fiasko selbstkritisch
- Torhüter vs. Weißrussen nach Video-Studium fix
- Brückler hat schlechte Erfahrungen mit Weißrussen

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Bernd Brückler hatte keinen geglückten Einstand in die Eishockey-WM in Moskau. Nach 3:55 Minuten kassierte er gegen Tschechien im Powerplay bei einem Schuss von Petr Sykora von der blauen Linie einen vermeidbaren Treffer, der die klare 1:6-Niederlage einleitete. Der Steirer gab sich selbstkritisch. "Ich bin mir bewusst, dass ich besser spielen kann und muss", erklärte Brückler. Ob in der entscheidenden Partie gegen Weißrussland er oder der langjährige Einser-Torhüter Reinhard Divis spielt, entscheidet das Trainer-Team am Montag.
Im Vorfeld der WM hatte Teamchef Jim Boni die Parole ausgegeben: Ein Spiel für Divis, eines für Brückler. Wer den besseren Eindruck hinterlässt, bekommt den Einsatz gegen Weißrussland. Nachdem keiner der beiden herausragend gehalten hat, fällt Boni die Entscheidung nun schwer. "Sie haben beide okay gehalten, aber beide können es besser", erklärte der Italo-Kanadier.
Boni zog sich mit Teamchef-Assistent Rick Nasheim und Tormann-Trainer Frederic Chabot im Hotel zurück. Sie werden sich Videos der beiden Torhüter anschauen und am Montagabend die Entscheidung bekannt geben. Es wird wohl eine wichtige sein. "Die Tagesform und die Torhüter werden entscheidend sein", glaubt Boni.
Top-Torhüter mit Problemen
Brückler hofft auf seine Chance, auch wenn er weiß, dass er sich mehr hätte aufdrängen können. "Ich bin nicht so zufrieden. Wenn man als Torhüter sechs Tore bekommt, kann man das auch nicht sein. Das erste Tor von der blauen Linie muss man halten", sagte der Finnland-Legionär von Espoo Blues. In Finnland hat er sich als Top-Torhüter etabliert, auch in den Testspielen machte er einen guten Eindruck. "In der Vorbereitung habe ich besser gespielt", betonte Brückler.
Nach dem ersten Tor hatte er allerdings auch Pech, als beim zweiten Treffer der Puck von der Stange auf seinen Rücken und von dort ins Tor gesprungen war. "Zwei, drei waren blöde Tore. Da sieht man als Torhüter nicht gut aus, kann aber nicht viel machen. Trotzdem: Sechs Tore zu bekommen ist einfach nicht gut genug auf diesem Level", bekräftigte Brückler. Er fordert aber auch mehr Unterstützung von der Verteidigung. "Wir müssen vor allem die Schüsse besser blocken."
Keine gute Erfahrung mit Weißrussen
Brückler hat schon Erfahrung mit den Weißrussen, allerdings keine guten. Bei der Heim-WM vor zwei Jahren in Wien stand er bei der 0:5-Niederlage im Tor. Seitdem allerdings hat er sich sehr weiter eintwickelt.
Auch die beiden weißrussischen Torhüter Andrej Mezin und Sergei Schabanow haben übrigens im ersten Spiel nicht überzeugen können. Und sie haben auch wenig Rückendeckung und Selbstvertrauen durch Teamchef Curt Fraser erhalten. Gegen Tschechien tauschte er dreimal die Torhüter, jeder bekam zwei "Einheiten".
(apa/red)
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