Hart erkämpfter 2:1-Sieg in Verlängerung: Rangers können gegen Sabres verkürzen!
- In NHL-Playoff stellen New Yorker jetzt auf 1:2
- Vanek diesmal ohne Tor und Assist. Pöck auf Bank

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Die Match-Uhr zeigte exakt 16:43 Minuten in der zweiten Verlängerung an, als Michal Rozsival den legendären "Madison Square Garden" nach mehr als eineinhalb Stunden reiner Spielzeit buchstäblich zum Explodieren brachte. Der tschechische Verteidiger der New York Rangers traf in Spiel drei des Eastern-Conference-Semifinales gegen die Buffalo Sabres zum 2:1-Heimsieg und war gemeinsam mit Jaromir Jagr (21.), der die Gastgeber im zweiten Drittel in Führung gebracht hatte, hauptverantwortlich für den ersten Rangers-Sieg der "best of seven"-Serie nach zwei Niederlagen in Buffalo.
Für die Sabres, die vor Spiel vier in der Nacht auf Mittwoch nur noch mit 2:1 in Front liegen, hatte Kapitän Daniel Briere (53./Powerplay) die 1:0-Führung der Rangers durch Jagr (21.) ausgeglichen und damit die erste Playoff-Verlängerung für beide Mannschaften in dieser Saison herbeigeführt. Der österreichische Buffalo-Torjäger Thomas Vanek, der in den ersten beiden Partien gleich dreimal genetzt hatte, blieb diesmal bei drei aufs gegnerische Gehäuse abgefeuerten Schüssen ohne Treffer und stand beim entscheidenden Gegentor in der 97. Minute auf dem Eis.
Pöck wieder nur Zuschauer
Matchwinner Rozsival war in den Reihen der Rangers, die ihre längste Partie seit 36 Jahren bestritten, einer von sechs Verteidigern, die einem Einsatz von Thomas Pöck im Wege standen. Der Kärntner fand sich nämlich trotz überzeugender Leistung in der ersten Playoff-Runde (4:0 gegen Atlanta) erneut in der Zuschauerrolle wieder. Das erste Österreicher-Duell in der Playoff-Geschichte der National Hockey League (NHL) erscheint auch für Spiel vier wenig wahrscheinlich.
18.200 begeisterte Zuschauer feierten im ausverkauften "Garden" den ersten Saisonsieg der Rangers über die Sabres nach vier Niederlagen in der regulären Saison sowie bisher zwei Playoff-Pleiten. Dass es dazu kam, war aber auch glücklich. Denn 54 Sekunden vor dem Ende der ersten Verlängerung hatte Sabres-Center Derek Roy den Puck an die Innenstange geknallt.
Zuvor war das Match von zahlreichen Powerplay-Phasen geprägt gewesen. Das Strafminuten-Verhältnis aus Sicht der New Yorker lautete 18 zu 10, was den Referees den ungeteilten Zorn der für ihre aufbrausende Art berühmtberüchtigten Rangers-Fans einbrachte. Zum Glück der Gastgeber - und vielleicht auch der Schiedsrichter - nutzte Buffalo aber nur eine von neun Überzahlsituationen.
Lundqvist überragend
Hauptverantwortlich dafür war der an diesem Abend alles überragende Rangers-Goalie Henrik Lundqvist, der 38 Schüsse parierte und völlig zu Recht zum "Mann des Spiels" gewählt wurde. Sein Gegenüber Ryan Miller stand ihm um fast nichts nach, er lieferte 46 Paraden, musste sich aber eben zweimal geschlagen geben. Den Rangers, die über die gesamte Spielzeit gesehen mehr Chancen hatten, öfter aufs Tor schossen (46:39) und daher auch verdient gewannen, wurde außerdem noch ein Treffer von Rachunek (34.) nach Video-Betrachtung wegen unerlaubten Schlittschuh-Einsatzes aberkannt.
Für Rozsival, laut Pöck der mit Abstand beste Rangers-Verteidiger, war es eine besondere Genugtuung. Sowohl in Spiel eins als auch in der zweiten Partie war der Tscheche mit harten Checks am Knie verletzt worden. Sein Tor erlebte der Sabres-Stürmer Vanek aus näherer Distanz, als ihm lieb war. Der 23-jährige Steirer, der in der 57. Minute bei seiner besten Aktion des Spiels an der Schulter von Lundqvist gescheitert war, gab sich daher nach dem Spiel selbstkritisch.
"Habe den Schuss nicht geblockt"
"Beim letzten Tor bin ich zwischen einem Stürmer und einem Verteidiger gestanden und habe den Schuss nicht geblockt", berichtete Vanek und fügte hinzu: "Ein paar Zentimeter an mir vorbei ist er dann reingegangen. Da muss ich eine bessere Linie zum Verteidigen haben, um den Schuss zu blocken." Den Knackpunkt der Partie sah er vor allem in der schwachen Powerplay-Ausbeute: "Wir haben heute viele Überzahl-Chancen gehabt, aber nichts getroffen."
Trotz der momentanen Enttäuschung betonte Vanek: "Es war nur eine normale Niederlage. Wir führen noch immer 2:1 und haben immer noch die Chance, hier ein Spiel zu gewinnen und die Serie zu Hause zuzumachen." Zu Hause wäre dann in der Nacht von Freitag auf Samstag (1:00 Uhr MESZ) in der HSBC-Arena von Buffalo. Bis zum vierten Duell im "Big Apple" steht nach der Marathon-Partie zunächst Regeneration auf dem Programm. Während des Spiels hatte Vanek trotz der bereits sehr langen Saison keinerlei Probleme. "Da denkt man überhaupt nicht an Müdigkeit. Nur daran, viel zu trinken und schnell zu wechseln."
Ergebnis NHL-Eastern-Conference:
Halbfinale - best of seven/3. Match:
New York Rangers - Buffalo Sabres 2:1 (0:0,1:0,0:1/0:0,1:0) n. 2. V. Stand in der Serie: 1:2.
(apa/red)
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