Montag, 7. Mai 2007

WM in Moskau erstmals mit neuem Modus: Sieger bekommt drei Punkte, Aus für Remis

  • Kein Remis in Vor- & Zwischenrunde sowie Relegation

Die 71. Eishockey-Weltmeisterschaft von 27. April bis 13. Mai in Russland wird in einem neuen Modus ausgetragen. In den Gruppenspielen (Vorrunde, Relegation, Zwischenrunde) gibt es keine Unentschieden mehr, ein Sieg in der regulären Spielzeit zählt erstmals drei Punkte. Die k.o.-Phase (ab Viertelfinale) wird wie bisher ebenfalls in Verlängerung oder Penaltyschießen entschieden.

Steht es in der Gruppenphase in einem Spiel nach 60 Minuten unentschieden, folgt eine fünfminütige Verlängerung (5 gegen 5). Falls auch da keine Entscheidung fällt, wird der Sieger in einem Penalty-Schießen ermittelt. Der Sieger nach regulärer Spielzeit erhält drei Punkte, der Verlierer geht leer aus. Geht die Partie in die Verlängerung, erhält jede Mannschaft einen Punkt, der Sieger der "Overtime" oder eines Penalty-Schießens bekommt einen Extra-Punkt.

"Das ist ein super Modus", freut sich ÖEHV-Torhüter Bernd Brückler, der mit seinem Klub Espoo Blues in der finnischen Liga bereits nach den selben Regeln spielt. "Es wird mehr auf Sieg gespielt, vor allem, wenn du die bessere Mannschaft bist", erklärte er. Allerdings glaubt er, dass in der Verlängerung nicht oft Tore fallen werden, weil 5 gegen 5 gespielt wird.

Allerdings nicht ab den Viertelfinali. Steht es da nach 60 Minuten unentschieden, gibt es eine maximal zehnminütige Verlängerung ("Sudden Victory Overtime"; im Finale 20 Minuten) mit jeweils nur vier Feldspielern pro Mannschaft (nach NHL-Vorbild). Fällt dabei kein Tor, folgt ein Penalty-Schießen, bei dem zunächst je drei Spieler einer Mannschaft antreten. Steht es dann noch immer Remis, geht es mit jeweils einem Schützen pro Team weiter, bis ein Sieger feststeht.

Aus der Vorrunde steigen die ersten drei Mannschaften jeder Gruppe in die Zwischenrunde auf und nehmen die Punkte aus den Spielen gegen die Mit-Aufsteiger mit. Aus den zwei Zwischenrunden-Gruppen qualifizieren sich jeweils die besten vier Mannschaften für das Viertelfinale, das in Kreuzspielen im K.o.-System ausgetragen wird.

Die vier Gruppenvierten der Vorrunde spielen eine Abstiegsrunde. In dieser werden zwei Absteiger ermittelt, die bei der WM 2008 in Kanada (Quebec und Halifax von 1. bis 18. Mai) durch die beiden Aufsteiger Slowenien und Frankreich ersetzt werden.

Bei Punktgleichheit von zwei oder mehreren Mannschaften in der Vor-, Zwischen- oder Relegations-Runde gelten zunächst die direkten Duelle, danach die Tordifferenz aller Spiele und die Anzahl der erzielten Tore.
(APA/red)

7.5.2007 17:07