Red Bull Salzburg ist Meister: Bullen setzen
sich mit Remis vs. Austria auf Fußball-Thron
- Trapattoni-Elf holt Titel fünf Runden vor BL-Schluss
- 1. Titel der Red-Bull-Ära - Zickler und Kovac treffen

·"Müssen schon an die Zukunft denken"
Ziel Champions League. Bilder: Bullen feiern Titel
·Salzburg in allen Belangen Nummer eins
Trapattonis Bullen auch
in Statistik unantastbar
·Reaktionen: Salzburg holt sich Meistertitel
Cheftrainer Trapattoni:
"Jeder Titel ist besonders"
·Erster Meistertitel in der Ära Mateschitz
Red Bull Salzburg feiert meisterhafte Premiere
·"Patabim": Meister-
Trainer Trapattoni
"Trap" steht auch mit
68 noch unter Strom
·Dritter Sieg von
Sturm Graz en suite
Blackies feiern 3:1-Sieg gegen SV Mattersburg
·152. Bundesliga-Tor von Christian Mayrleb
Pasching besiegt den
GAK zu Hause klar 3:0
·Kein Sieger im
Duell der Nachzügler
Tirol und Altach trennen sich in Innsbruck mit 1:1
·Rapid fertigt Ried ab: 5:2-Kantersieg in Wien
Hütteldorfer sind damit weiter auf UEFA-Cup-Kurs
Salzburg hat bereits fünf Runden vor dem Saisonfinish den ersten Meistertitel der Red-Bull-Ära eingefahren. Mit einem 2:2 (1:2) gegen die Wiener Austria holten die Mozartstädter den insgesamt vierten Titel nach Salzburg. Alexander Zickler (2.) und Niko Kovac (66.) sorgten vor 18.500 Zuschauern in Wals-Siezenheim für den entscheidenden Punkt. Milenko Acimovic hatte den entthronten Champion mit einem Doppelpack (30., 36.) zwischenzeitlich sogar in Führung geschossen.
Möglich wurde der Titel auch durch das 1:3 vor Verfolger SV Mattersburg gegen Sturm Graz. Das Team um Star-Trainer Giovanni Trapattoni, der mit Schlusspfiff seinen 20. Titel als Klub-Trainer feierte, weist nun 19 Punkte Vorsprung auf die Burgenländer auf. Die große Meisterparty steigt in Salzburg erst nach dem letzten Saison-Heimspiel am 20. Mai gegen Rapid, dann wir auch der Meisterteller der Bundesliga offiziell überreicht.
1. Tor nach 86 Sekunden
Vor den Augen von Mäzen Dietrich Mateschitz startete der frisch gebackene Champion nach Maß. 86 Sekunden waren gespielt, als Goalgetter Zickler einen Vonlanthen-Freistoß per Kopf mit seinem 21. Saisontor krönte. Austria-Torhüter Ten Rouwelaar, der den geschonten Safar vertrat, sah dabei nicht gut aus. Zickler jagt damit weiter den 1991 aufgestellten Salzburger Rekord seines deutschen Landsmanns Oliver Bierhoff, der 23-mal erfolgreich war.
Nach weiteren Chancen durch einen Latten-Kopfball durch Zickler (12.) sowie einem Aufhauser-Kopfball (23.) brachten die Hausherren die zu Beginn übernervösen Violetten jedoch unerklärlicherweise ins Spiel. Als "Partyschreck" erwies sich in dieser Phase Acimovic, der die einzigen beiden Torschüsse des Cup-Finalisten in der ersten Spielhälfte maximal ausnützte.
Wütende Pfiffe vor der Pause
Der Slowene traf zunächst per Freistoß, der an Freund und Feind vorbei den Weg ins Tor fand (30.), sechs Minuten später war der im Winter geholte Mittelfeldspieler erneut erfolgreich: Nach idealer Vorarbeit von Solo-Spitze Lafata ließ Acimovic Salzburg-Goalie Ochs mit einem Präzisionsschuss von der Strafraumgrenze keine Chance. Von Meisterehren war nach 45 Minuten nur wenig zu spüren, mit Pfiffen verabschiedeten die Zuschauer ihr Team in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel ließ Salzburg, das auch im 16. Saison-Heimspiel ungeschlagen blieb (12 Siege, 4 Remis), jedoch wieder Stimmung aufkommen. Aufhauser (48.), der für den ÖFB-Teamspieler eingewechselte Pitak (56.) sowie Zickler (64.) vergaben hochkarätige Möglichkeiten, ehe der sonst unauffällige Kovac nach einem Vonlanthen-Corner per Kopf den verdienten Ausgleich schaffte (66.).
Gegen eine mit dem Punkt sichtlich zufriedene Austria-Elf schaukelten die Hausherren die Partie in Folge routiniert über die Spielzeit, Pitak vergab mit einem Volley noch den Matchball (88.).
Red Bull Salzburg - FK Austria Magna 2:2 (1:2)
Salzburg, Wals-Siezenheim, 18.500, SR Plautz
Tore:
1:0 ( 2.) Zickler
1:1 (30.) Acimovic
1:2 (36.) Acimovic
2:2 (66.) N. Kovac
Salzburg: Ochs - Steinhöfer, Vargas, Linke, Dudic - Vonlanthen (67. Tiffert), Carboni, N. Kovac, Jezek (85. Lokvenc) - Aufhauser (52. Pitak) - Zickler
Austria: Ten Rouwelaar - Standfest, Troyansky, Tokic, Gercaliu - H. Aigner (82. Metz), Blanchard, Acimovic, Radomski, Lasnik (88. Ertl) - Lafata (87. Pichlmann)
Gelbe Karten: keine bzw. H. Aigner, Tokic
(apa/red)
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