Nach Pleiten-Chaos in Bundesliga: Jetzt
wird Lizenzierungsverfahren verschärft
- Insolvenzverfahren würde künftig Abstieg bedeuten
- Liga-Chefs für weitere Kooperation mit Premiere
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Die Klubchefs der österreichischen Fußball-Bundesligisten haben auf einer Präsidentenkonferenz in Altlengbach Änderungen im Lizenzierungsverfahren beschlossen. Als Konsequenz zu den Vorkommnissen in der laufenden Saison wurden einige Verschärfungen eingeführt, die vorbehaltlich der Zustimmung in der Hauptversammlung (frühestens Ende Mai) ab der Vergabe der Spielgenehmigungen für 2008/09 wirksam werden.
Sollte künftig über einen Verein aus den höchsten beiden Ligen im Laufe der Meisterschaft ein Insolvenzverfahren eröffnet werden, steigt dieser Klub am Ende der Saison automatisch um eine Spielklasse ab. Für den Fall, dass das Insolvenzverfahren nicht bis 15. März (Termin der Einbringung des Lizenzantrags für die kommende Saison) abgeschlossen ist, hat der Klub auch keine Möglichkeit, um eine Lizenz für das darauf folgende Spieljahr anzusuchen und scheidet somit aus der Bundesliga aus.
Umgelegt auf diese Saison würde dies bedeuten, dass Sturm 2007/08 in der Ersten Liga spielen würde und für den GAK kein Platz mehr in den höchsten beiden Ligen wäre.
Nach den Angaben von Bundesliga-Präsident Martin Pucher seien sämtliche Beschlüsse, die Lizenzierung betreffend, einstimmig gefallen. "Wir hoffen, dass diese Maßnahmen für die Zukunft Klarheit schaffen und sich positiv auf die Lizenzierung und die wirtschaftliche Entwicklung der Klubs auswirken werden. Klar bleibt jedoch, dass die ordentliche Geschäftsgebarung einzig und allein in der Verantwortung der Klubs und ihrer Präsidenten verbleibt", erklärte Pucher.
Weiters lud die Bundesliga die Vereinigung der Fußballer (VdF) ein, in Zukunft einen Juristen oder Wirtschaftsfachmann als stimmberechtigtes Mitglied in den Senat 5 (Lizenzsenat) zu entsenden. "Das ist ein starkes Signal, dass es nur miteinander geht", betonte Pucher.
Liga-Chefs für weitere Kooperation mit Premiere
Die Präsidenten haben am Dienstag auch einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Pay-TV-Sender Premiere in den kommenden drei Saisonen grundsätzlich zugestimmt. Dieser Beschluss wird aber noch mit den Chefs der Erstligisten diskutiert und muss in der Hauptversammlung offiziell abgesegnet werden.
Premiere-Chef Georg Kofler besserte sein Angebot nach, wodurch er von den Liga-Verantwortlichen mit neun Ja-Stimmen bei einer Enthaltung einen prinzipiellen Zuschlag erhielt. Das Angebot eines Fünfjahres-Kontraktes schlug die Bundesliga aus, weil laut Liga-Präsident Pucher die Entwicklung der Rechte etwa im Telekommunikationsbereich noch nicht absehbar seien.
Das gesamte Vertragsvolumen bewegt sich laut Pucher ungefähr in jenem Bereich wie der nun auslaufende Dreijahreskontrakt mit dem Bezahlsender, der dafür seit der Saison 2004/05 insgesamt 42 Millionen Euro überwies. Im neuen Vertrag nicht inkludiert ist nach den Angaben von Pucher aber die mögliche Verwertung des Cups, der im kommenden Spieljahr nicht ausgetragen wird, und unter Umständen des Hallencups. Auch die UMTS-Rechte sind darin nicht enthalten. (apa/red)
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