Protestkomitee weist Sturm-Beschwerde ab: Grazer bleiben damit Neunter der Tabelle
- Aus Unterlagen gingen keine neuen Aspekte hervor
- Rinner: "Habe weniger Informationen als Medien"
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Das Protestkomitee der T-Mobile Fußball-Bundesliga hat den Protest von SK Puntigamer Sturm Graz gegen den Abzug von zehn Punkten auf Grund von Verstößen gegen Verpflichtungen aus dem Lizenzierungsverfahren abgewiesen. Die vier Mitglieder des Protestkomitees - Andreas Grundei, Walther Wawronek, Herbert Stegmüller und Kurt Temm - gelangten zur Auffassung, dass sich durch die vom Klub eingereichten weiteren Unterlagen bzw. durch die Stellungnahmen von Klub-Vertretern keine neuen Aspekte ergaben, und bestätigten somit den Abzug von zehn Punkten in der Bundesliga-Tabelle.
Sturm bleibt damit weiter Tabellenneunter. Die Grazer haben nun die Möglichkeit, gegen diese Entscheidung Klage beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht einzureichen.
Rinner: "Habe weniger Informationen als Medien bekommen"
Sturm-Präsident Hans Rinner wollte vorerst das schriftliche Urteil abwarten. "Ich habe bisher weniger Informationen als die Medien bekommen, was mich schon wundert", betonte Rinner und zitierte den Wortlaut der Mitteilung von Seiten der Bundesliga an ihn: "'Das Protestkomitee hat am 20. April folgenden Beschluss gefasst: Dem Protest wird keine Folge geleistet, die Protestgebühr ist verfallen.' Begründung für das Urteil habe ich also vorerst keine. Ich hoffe, ich erfahre mehr, wenn mir das Urteil schriftlich zugestellt worden ist."
Aus diesem Grund wusste Rinner noch nicht, ob er nun das Ständige Neutrale Schiedsgericht wegen des Punkteabzugs anrufen werde. "Es ist aber scheinbar beschlossene Sache, dass Sturm Graz wegen des Konkurses bestraft werden muss, obwohl nichts Vergleichbares in den Bundesliga-Statuten steht. Das ist also reformbedürftig und wird deshalb von mir auch auf der Präsidenten-Konferenz der Bundesliga am Dienstagnachmittag angesprochen werden", kündigte der Sturm-Boss an.
"Denn wir müssen für die Zukunft gewappnet sein. Ich habe auch vollstes Verständnis dafür, dass ein Verein im Konkurs-Falle bestraft wird, aber nicht mittels Kunstgriffen, für die es keine Rechtsgrundlage gibt", erläuterte Rinner, der sich vorstellen kann auf einen Gang vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht zu verzichten und die Causa "im Sinne des österreichischen Fußballs amikal zu beenden".
(apa/red)
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