Sechs ÖSV-Athleten gesperrt: Renomierter
IOC-Mediziner sieht eine "neue Situation"
- Arne Ljungqvist bezeichnet Urteil als "ungewöhnlich"
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von Rottmann und Co.
Der Vorsitzende der medizinischen Kommission des IOC, der Schwede Arne Ljungqvist, sieht durch das Urteil des Internationalen Olympischen Komitees, das sechs österreichische Athleten lebenslang von Olympia ausgeschlossen hatte, eine neue Situation geschaffen. Das Urteil sei "ungewöhnlich" weil damit unbescholtene, aktive Sportler lebenslang von der Teilnahme an Olympischen Spielen gesperrt wurden.
Die Entscheidung sei insofern sogar "einzigartig", als man den Athleten nicht einmal tatsächlich unerlaubte Mittel im Blut nachweisen habe können, sagte Ljungqvist in einem Interview mit der schwedischen Nachrichtenagentur TT. "Wir stehen vor einer neuen Situation", sagte Ljungkvist. "Wir haben hier nun den Beweis, dass sich etwas getan hat und die (von den Ermittlern vorgelegten, Anm.) Beweise gleich schwer wiegen, wie Blutproben."
Der Trainer des schwedischen Biathlon-Teams, Staffan Eklund, zeigte sich mit der Entscheidung des IOC gegen die Österreicher zufrieden. Ihm zufolge hätte man eventuell sogar die gesamte österreichische Mannschaft sperren können, weil Blutdoping eine besonders umfassende Organisation erfordere. "Wenn sie das gemacht haben, finde ich, aus dem Bauch heraus, dass die Strafe völlig gerechtfertigt ist. Weg mit dem ganzen Dreck", sagte Eklund.
(apa/red)
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