Nächster Rad-Star im Doping-Visier: Basso wegen Ermittlungsverfahren suspendiert
- Neues belastendes Material in Doping-Affäre
- 29-jährigem Italiener droht sogar Karriereende
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Weitere Dopingproben nun positiv getestet
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Spanier soll Alternative
zu EPO im Angebot haben
·Jan Ullrich beteuert weiterhin Unschuld
Radprofi bezog erstmals Stellung zu Vorwürfen
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im "Fall Ullrich" ein
Zu Gespräch mit Sport-
ausschuss eingeladen
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Mit Giro-Sieger Ivan Basso steht ein weiterer in den spanischen Dopingskandal um den dubiosen Mediziner Eufemiano Fuentes verwickelter, prominenter Radprofi vor einem möglichen Karriereende. Der 29-jährige Italiener wurde von seinem Team Discovery Channel mit sofortiger Wirkung suspendiert, weil die Anti-Doping-Ankläger des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI) ein neues Ermittlungsverfahren gegen Basso eröffnet haben.
Basso muss sich am 2. Mai erneut vor dem CONI verantworten. Dem Giro-Sieger wird eine Verletzung des Artikels 2.2 des Codes der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) vorgeworfen - "die Verwendung oder versuchte Verwendung von verbotenen Substanzen oder verbotenen Methoden". Nun tauchte in Spanien, wo die Affäre, in die insgesamt 51 Radprofis verwickelt sind, ihren Ausgangspunkt hat, weiteres belastendes Material gegen Basso auf.
Medien spekulieren bereits, dass die Staatsanwaltschaft Bergamo einen DNA-Test veranlassen könnte. Eine Rechtsgrundlage dafür würde das in Italien existierende Anti-Doping-Gesetz bieten. Auch Basso hatte sich kürzlich über sein Team - wie fast alle ProTour-Fahrer - grundsätzlich dazu bereit erklärt, sich "bei Bedarf" einem DNA-Test zu unterziehen, um seine Unschuld zu beweisen.
Die spanische Wochenzeitung "Interviu" hatte berichtet, dass bei Fuentes Kalender mit Blutentnahme- und Blutabgabe-Terminen von Basso aufgetaucht seien. Außerdem sollen zwischen 2004 und 2006 insgesamt 111.000 Euro für Dopingmittel und eingefrorenes Blut geflossen sein. Bis dato hatte Basso - wie auch der bereits zurückgetretene deutsche Superstar Jan Ullrich - immer bestritten, in Madrid gewesen zu sein und Fuentes überhaupt zu kennen.
In Ullrich und Basso waren im Vorjahr die beiden absoluten Topfavoriten auf Grund der Affäre von der Tour de France ausgeschlossen worden. Tour-Direktor Christian Prudhomme kündigte auch für 2007 an, keinen einzigen der in den Skandal verwickelten Fahrer zum wichtigsten Radrennen der Welt antreten zu lassen - womöglich mit ein Grund für die Suspendierung Bassos, wenngleich Discovery-Sportdirektor Johan Bruyneel betonte: "Wir stehen weiterhin hinter Ivan." (apa/red)
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