Samstag, 28. April 2007

China nimmt Kampf gegen Klimawandel auf:
Luft und Wasser sollen sauberer werden

  • Industrie soll mit Vergünstigungen gelockt werden
  • China derzeit für 15 % der Emissionen verantwortlich

China will den Kampf gegen den Klimawandel verstärken und dabei unter anderem Steuererleichterungen und andere Vergünstigungen für Industrien mit einem hohen Schadstoffausstoß abbauen. Ministerpräsident Wen Jiabao versprach, dass Wasser und Luft in China sauberer werden sollten. "Im Kampf gegen den globalen Klimawandel sind mehr Anstrengungen bei der Energieeinsparung und bei der Reduzierung der Emissionen dringend erforderlich", sagte Wen.

"Unser Land ist ein großer Produzent und Verbraucher von Kohle und die Reduzierung des Schadstoffausstoßes ist eine Verantwortung, der wir uns stellen müssen", erklärte Wen. China war 2000 für 15 Prozent der Treibhausgasemissionen auf der Welt verantwortlich und lag damit auf dem zweiten Platz hinter den USA, die auf 21 Prozent kamen. Es wird erwartet, dass China die USA in einigen Jahren überholt hat.

Die Lage bei der Energieeinsparung der Reduzierung der Emissionen sei düster, sagte Wen. China habe früher gesetzte Ziele nicht erreicht. Bis 2010 sollte der Energieverbrauch um 20 Prozent gesenkt werden. Das Ziel der ersten Phase, eine Reduzierung um vier Prozent bis zum vergangenen Jahr wurde aber nicht erreicht, es waren nur 1,2 Prozent. Und der Ausstoß an Schwefeldioxid und anderen Schadstoffen konnte nicht gesenkt werden, er stieg sogar leicht an.

(APA)

28.4.2007 10:22