Heuer trockenster April seit Messbeginn:
Landwirte warten sehnsüchtig auf Regen!
- Entwarnung: Wasserreserven sind noch gut gefüllt!
- Im Überblick: Reaktionen der Bundesländer zur Dürre

·Dürre-April 2007 schlägt alle Rekorde
In Eisenstadt hat es seit 30 Tagen nicht geregnet
·Traumwetter, aber Vorsicht vor der Sonne
Denn: Nur ein bisschen Sonnenschutz hilft gar nix
·Wärmster April seit Messbeginn möglich
Österreich steuert auf Rekordtrockenheit zu
·Wien: Trockenheit verdirbt Grillfreuden
Verbot im Wald und auf öffentlichen Grillplätzen
Rekord -April! Dieses Jahr können wir den trockensten April seit Messbeginn verbuchen. Doch Experten der österreichischen Wasserversorgung geben Entwarnung: Unsere Wassereserven neigen sich noch nicht dem Ende zu! Hier Reaktionen aus den Bundesländern im Überblick:
Burgenland
An den beiden vergangenen Wochenenden sind im Versorgungsgebiet des Wasserleitungsverbrand Nördliches Burgenalnd (WLV) bereits Verbrauchsspitzenwerte von über 50.000 Kubikmeter Wasser pro Tag erreicht worden. Trotz der Rekord-Trockenheit seien jedoch ausreichend Wasserreserven vorhanden, teilte der WLV mit.
Niederösterreich
Christian Krammer von der Abteilung Hydrologie beim Amt der NÖ Landesregierung bezeichnete die Wasserstände der Flüsse in Niederösterreich am Freitag als "für die Jahreszeit bereits relativ niedrig". Die Pegel lägen aktuell "zwischen Mittelwasser und mittlerem Niederwasser". Unter Umständen sei ein Rekordsommer hinsichtlich Niederwasserführung möglich.
Öberösterreich
In Oberösterreich herrscht sowohl an den großen Flüssen als auch an den kleineren Bächen Niedrigwasser. Für die Schifffahrt seien im Bundesland keine Probleme zu erwarten, weil es eine geschlossene Kraftwerkskette gebe, erklärte der Leiter des Hydrographischen Dienstes, Gerald Lindner, im APA-Gespräch. Die Energiegewinnung könne bei geringeren Wassermengen jedoch etwas niedriger ausfallen.
Salzburg
Wegen der extremem Trockenheit gilt nun in den Wäldern im gesamten Bundesland Salzburg ein Rauch- und Feuerverbot. Als letzter Bezirk wurde am Freitag auch im Tennengau das Verbot durch die Bezirkshauptmannschaft ausgesprochen, teilte die Landeskorrespondenz mit.
Steiermark
Während das Grundwasser zwar unter den langjährigen Mittelwerten liege, dies jedoch noch kaum ein Problem darstelle, seien die Oberflächengewässer in der Süd,- Ost- und Weststeiermark größtenteils ausgetrocknet, so der Experte. Sollte es mit dem Wetter so weitergehen wie bisher im April, dann bewege man sich bald in Richtung Minimumstände. Der Grund sei der zu milde Winter gewesen, doch wie auch schon in den 60er Jahren seien "trockenere Perioden nicht ungewöhnlich", sagte Suette.
Kärtnen
In Kärnten ist die Lage noch nicht kritisch, allerdings beginnen in manchen Gebieten schon die Probleme. Laut hydrographischem Dienst führen die Gurk und die Lavant bereits Niedrigwasser. Bei den anderen Kärntner Flüssen sei der Pegel noch normal, teilweise aber schon an der unteren Grenze der Bandbreite. Schlechter sieht es beim Grundwasser aus: Im Krappfeld in Mittelkärnten sei der Stand bereits "sehr niedrig", im Jauntal, Lavanttal und im Metnitztal "niedrig". Der Rest Kärntens liege "im Mittel", mit Ausnahme des Oberen Drautals, wo der Grundwasserspiegel "sehr hoch" sei.
Tirol
Trotz des anhaltend schönen Wetters in Tirol führte vorerst noch kein Fluss Niedrigwasser, berichtete der hydrographische Landesdienst. Zum Teil lag der Wasserstand sogar über dem April-Mittelwert. Fünf bis zehn Millimeter habe es bisher im April in Tirol geregnet. Sonst wären es durchschnittlich 50 bis 100 Millimeter.
Vorarlberg
Die Pegelstände der Vorarlberger Flüsse und des Bodensees liegen wegen der anhaltenden Trockenheit derzeit auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. "Die Situation der Grundwasserpegelstände im Rheintal ist in Bezug auf die Monatsverläufe zwar durchaus angespannt, bewegt sich aber immer noch innerhalb der natürlichen Schwankungen", so der Vorarlberger Wasserwirtschafts-Landesrat Dieter Egger. (apa/red)
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