Montag, 30. April 2007

Bilanz ein Jahr vor Olympia: Immer noch sehr viele Menschenrechtsverstöße in China

  • Aktivisten werden verfolgt, Internet wird zensiert
  • ai stellt Peking nur durchschnittliches Zeugnis aus

Ein Jahr vor den Olympischen Spielen gibt es in China nach Angaben von amnesty international noch gravierende Menschenrechtsverstöße. In einem Bericht wirft die Menschenrechtsorganisation Peking vor, Bürgerrechtsaktivisten zu verfolgen, Festgenommene ohne Gerichtsverhandlung hinter Gittern zu halten, die inländischen Medien an die Kandare zu nehmen und das Internet zu zensieren. Es gebe allerdings auch Fortschritte, beispielsweise größere Freiheiten für ausländische Reporter und die Überprüfung von Todesurteilen durch das Oberste Gericht.

Zunächst war keine Stellungnahme der chinesischen Regierung zu den Vorwürfen zu erhalten. Peking hat bisher stets betont, man erfülle alle Verpflichtungen, die man bei der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2008 eingegangen sei. amnesty international rief das Internationale Olympische Komitee (IOC) dazu auf, Peking zu weiteren Fortschritten in Menschenrechtsfragen zu drängen. (apa)

30.4.2007 08:55