Mittwoch, 25. April 2007

Streit um Euro-Raketenabwehr: Gates lädt Russland zu Besichtigungs-Tour in USA ein

  • Experten könnten sich Raketen in Alaska ansehen
  • Bush plant für Sommer Tour durch Mitteleuropa

Im Streit über die Stationierung eines Raketenabwehrschilds in Osteuropa hat US-Verteidigungsminister Robert Gates Russland zur Besichtung der Technik in sein Land eingeladen. Experten könnten sich in Alaska Abfangraketen und in Kalifornien Radarsysteme ansehen, sagte nach einem Treffen mit dem deutschen Verteidigungsminister Franz Josef Jung. Er hoffe, dass Russland die Bemühungen der USA um eine Einigung schätzen werde. Jung nannte die Besorgnis der Russen "unbegründet". Die USA planten ein "defensive Schutzfunktion für die Bevölkerung".. Er hoffe, dass Russland die Bemühungen der USA um eine Einigung schätzen werde.

Unterdessen wurde bekannt, dass US-Präsident Bush seine Teilnahme am G-8-Gipfel im Juni in Deutschland mit einer Rundreise durch mehrere osteuropäische Länder und einem Besuch beim Papst verbinden wird. Bushs Reise beginne am 5. Juni mit einem Besuch in der tschechischen Hauptstadt Prag, teilte seine Sprecherin mit.

Vom 6. bis zum 8. Juni werde der Präsident am G-8-Gipfel im deutschen Ostseebad Heiligendamm teilnehmen, von wo aus er zu einem Treffen mit dem polnischen Präsidenten Kaczynski in den Urlaubsort Jurata an der polnischen Küste weiterreisen werde. Mit Polen und Tschechien verhandeln die USA derzeit über die Stationierung ihres umstrittenen Raketenschilds.

Am 9. Juni werde Bush in Rom dann erstmals mit Papst Benedikt XVI. zusammentreffen, sagte die Sprecherin. Nach Besuchen in der albanischen Hauptstadt Tirana und der bulgarischen Hauptstadt Sofia werde der US-Präsident am 11. Juni die Rückreise antreten.

(apa/red)

25.4.2007 17:12