Abtreibung ist "Terrorismus": Vatikan setzt verbalen Kreuzzug gegen "Pille danach" fort
- Rundumschlag gegen Wissenschaft und Parlamente
- Auch Sterbehilfe wird erneut an den Pranger gestellt

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Der Vatikan hat erneut eine scharfe Attacke gegen die Schwangerschaftsunterbrechung und die Abtreibungspille gerichtet, die als "Terrorismus mit menschlichem Antlitz" bezeichnet wurde. "Neben dem Terrorismus der Selbstmordkämpfer gibt es auch den Terrorismus mit menschlichem Antlitz", sagte Bischof Angelo Amato, Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre, in Anspielung auf die Abtreibung.
Der Bischof kritisierte so genannte "politisch korrekte" Ausdrücke, mit denen die Abtreibung als freiwillige Schwangerschaftsunterbrechung und nicht als Tötung eines unschuldigen Wesens bezeichnet werde. Euthanasie werde als würdevoller Tod bezeichnet.
Terrorismus sei laut Amato nicht nur die Aktion terroristischer Gruppen, sondern auch anonyme Kräfte, die mit falschen und irreführenden Botschaften die Öffentlichkeit beeinflussen. Dabei werde ein dem Evangelium treues Verhalten als lächerlich, oder veraltert dargestellt, so Amato.
Der Bischof verurteilte wissenschaftliche Institute, in denen die Abtreibungspille RU 486 hergestellt und Embryos genetisch manipuliert werden. Er attackierte auch die Parlamente, die menschenfeindliche Gesetze verabschieden.
Frauenministerin Doris Bures hat vor wenigen Tagen dazu aufgerufen, Priorität auf die Verhinderung ungewollter Schwangerschaften zu setzen. Konkret sprach sich Bures dafür aus, die "Pille danach" rezeptfrei anzubieten. Geht es nach Bures, so sollen Abtreibungen in "allen öffentlichen Spitälern" vorgenommen werden können.
(apa/red)
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