Ahmadinejad schlägt direktes Gespräch mit
Bush vor: "Bilaterale Themen verhandeln"
- USA: Statt Medienspektakel tatsächliches Gespräch
- "Wir sind bereit, wann immer sie so weit sind"
·Europa verschärft die
Sanktionen gegen Iran
Weg für Waffenhandels-
Embargo ist freigemacht
·Neuer Reaktor: Iran sperrt Kontrollore aus
Verweigerung: EU will schärfere Sanktionen
·Ahmadinejad droht möglichen Angreifern
Irans Präsident: "Armee schlägt ihnen Hand ab"
·OMV-Chef: "Halten uns an die Gesetze"
US-Regierung will Deal mit dem Iran kippen
Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat ein persönliches Gespräch mit US-Präsident George W. Bush vorgeschlagen. "Ich bin bereit, mit ihm über bilaterale Themen sowie über regionale und internationale Angelegenheiten zu verhandeln", sagte Ahmadinejad nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders Al-Alam. Worum es bei dem Gespräch konkret gehen könnte, führte Ahmadinejad nicht aus, schlug aber die Präsenz der Medien vor. Seine Äußerungen wurden auf der Website von Al-Alam veröffentlicht.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Ahmadinejad ein TV-Duell mit Bush angeregt. Das Weiße Haus wies den Vorschlag damals als Ablenkungsmanöver im Streit über das iranische Atomprogramm zurück. Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats im Weißen Haus, Gordon Johndroe, sagte zum neuen Vorstoß Ahmadinejads: "Statt Fernsehdebatten oder ein Medienspektakel anzuregen, haben die USA tatsächliche Gespräche angeboten, wenn der Iran dem zustimmt, was die internationale Gemeinschaft wiederholt gefordert hat: einen Stopp der Urananreicherung und der Wiederaufbereitung." Weiters erklärte er: "Wir sind bereit, wann immer sie so weit sind."
Die Europäische Union unternimmt einen neuen Anlauf, Teheran zum Aussetzen der Urananreicherung zu bewegen. EU-Chefdiplomat Javier Solana will in der Türkei mit dem iranischen Unterhändler Ali Larijani zusammentreffen.
(apa/red)
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