Dienstag, 24. April 2007

Italien steht voll zu Brennerbasistunnel: Minister Di Pietro mit umfassenden Zusagen

  • Für römische Regierung Zulaufstrecken "essentiell"
  • Infrastrukturminister: Konkrete Zusagen 550 Mio. €

Der italienische Infrastrukturminister Antonio Di Pietro hat in Bozen nach einer Aussprache mit Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) weit reichende Zusagen zum Brennerbasistunnel (BBT) gemacht. Er unterstrich, dass gleichzeitig auch die Zulaufstrecken gebaut werden müssen.

Di Pietro versicherte, dass die römische Regierung den BBT und die Zulaufstrecken als "essenziell" einstufe. Es handle sich um eine innereuropäische Infrastruktur zur Anbindung Italiens an Europa.

Der Minister machte konkrete Zusagen von rund 550 Mio. Euro für den BBT bis 2011 sowie 55 Mio. Euro für die Planung der Zulaufstrecken. Die weiteren Mittel würden dann bereitgestellt, entweder über die Querfinanzierung von der Brennerautobahn oder über Gelder des Staates. Di Pietro ging davon aus, dass mit dem Bau des Tunnels 2010 begonnen wird. Die Fertigstellung soll 2020 erfolgen.

Gesprochen wurde auch über eine Anhebung der Maut auf der Brennerautobahn. Wie Durnwalder erklärte, sollten diese Gelder auch für die Querfinanzierung verwendet werden, sofern die Brennerautobahngesellschaft den auszuschreibenden Wettbewerb für die Konzession gewinnt.

Die Einführung der Eurovignette zur Mautanhebung müsse noch vom Parlament genehmigt werden. Di Pietro will sich für eine rasche Realisierung einsetzen, auch um den Umwegetransit zu vermeiden.

(apa/red)

24.4.2007 09:42