Mittwoch, 25. April 2007

Amok-Kuh versetzt ganze Stadt in Angst: Koloss hinterlässt eine Spur der Verwüstung

  • Hannover: Alles niedergewalzt, was im Weg stand
  • 25.000 Euro Schaden - Kuh narrte ihre Verfolger

Da staunte Hannover nicht schlecht: Eine wild gewordene Kuh ist durch Vorgärten der norddeutschen Stadt gerast und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Das Tier trampelte Gartenzäune nieder und machte selbst vor parkende Autos sowie Polizei- und Feuerwehrfahrzeugen nicht Halt. "Sie hat alles niedergewalzt, was ihr in den Weg kam. Das war richtig gefährlich", sagte ein Feuerwehrmann.

Erst nach mehr als drei Stunden gelang es der Feuerwehr, das wild gewordene Tier, das von einem Bauernhof am Stadtrand ausgebüxt war, mit Schüssen aus dem Betäubungsgewehr ruhig zu stellen. Die 800 Kilogramm schwere, trächtige Kuh wurde zurück auf den Hof gebracht. Der entstandene Schaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt.

Passanten waren der Kuh, die mit ihren großen Hörner bedrohlich gewirkt haben soll, am frühen Abend in einem Wohngebiet begegnet. Sie alarmierten Polizei und Feuerwehr.

Diese verfolgten das Tier über eine Strecke von mehr als fünf Kilometern durch die Stadt. "Das Tier war stark verwirrt und sehr aggressiv", sagte der Feuerwehrsprecher. Es habe geschnaubt und sei wie ein wilder Stier durch die Straßen gerannt.

Das trächtige Rind namens "Beate" starb einen Tag nach seiner Flucht.

(apa/red)

25.4.2007 10:07