Südkorea schickt Verhandler in die USA: Gespräche über Nordkoreas Atomprogramm
- Vereinbarte Stilllegung des Reaktors stockt momentan
- Vor allem "technische Fragen" sollen erörtert werden
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Südkorea hat seinen Verhandlungsführer Chun Yung Woo zu Gesprächen über das nordkoreanische Atomprogramm in die Vereinigten Staaten geschickt. Chun reiste in die USA, um dort einige "technische" Fragen zu erörtern, wie ein Mitarbeiter des südkoreanischen Außenministeriums in Seoul sagte.
Die vereinbarte Stilllegung des nordkoreanischen Atomprogrammes stockt derzeit, weil es Streit über eingefrorene Gelder gibt. Nordkorea hatte im Februar eingewilligt, sein Atomprogramm aufzugeben, wenn die Banco Delta Asia (BDA) die 25 Millionen Dollar (gut 18 Millionen Euro) wieder freigibt, die sie 2005 auf Betreiben der USA eingefroren hatte.
Vor kurzem hatte Nordkorea erklärt, es gebe "lebhafte" Verhandlungen zwischen der BDA und einer nordkoreanischen Bank. Die USA behaupten, die wegen Geldwäscheverdachts eingefrorenen Gelder seien freigegeben. Der südkoreanische Regierungsmitarbeiter sagte, es werde wohl einige Zeit dauern, die "Verfahrensfragen rund um die BDA-Angelegenheit" zu klären.
Nordkorea hatte am 13. Februar dem Ausstieg aus seinem umstrittenen Atomprogramm und einer Abschaltung seiner Atomanlage in Yongbyon binnen 60 Tagen zugestimmt. Es ließ die Frist jedoch verstreichen, weil die besagten Gelder nicht freigegeben worden seien.
(apa/red)
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