Käuflicher Sex in St. Pölten erlaubt: Verbot
von Prostitution soll aufgehoben werden
- Horizontales Gewerbe wird in zehn Zonen gestattet
- Strenge Bedingungen: "Strich" bleibt weiter verboten
Käuflicher Sex in St. Pölten dürfte bald erlaubt werden. In der einzigen Landeshauptstadt ohne sündige Meile ist Prostitution bisher verboten, bestätigte ein Sprecher von Bürgermeister Matthias Stadler einen Zeitungsbericht. Nun soll eine Verordnung erlassen werden, die das Treiben in eng umgrenzen Zonen gestatten soll.
Vorerst war der Erlass noch nicht abgesegnet, dies dürfte in den kommenden Wochen geschehen. "Er ist in Ausarbeitung", so ein Sprecher des Bürgermeisters. Der Beschluss werde noch mit der Polizei abgestimmt.
Laut "Kurier" soll käuflicher Sex fern weg von so genannten Schutzobjekten wie Kirchen, Schulen, Kindergärten oder Wohnsiedlungen gestattet werden. Nur in Betriebsgebieten würden die Prostituierten ihre Freier "empfangen" dürfen, und da auch nur hinter Gebäudemauern. Damit sollen Bordelle erlaubt werden, der so genannte Strich aber verboten bleiben. Der Tageszeitung zu Folge soll Prostitution in zehn so genannten Zonen erlaubt sein.
Stadler sprach von einer "Anpassung an die Wirklichkeit". Eine "Rotlicht-Invasion" als Folge der sittlichen Lockerung fürchte er nicht. "Ich glaube nicht, dass die Konsumation sprunghaft ansteigt."
(apa/red)
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