Bahn optimiert Strecke Richtung München: Reisende benützen vermehrt Zug statt Flug
- Fahrzeit beträgt seit Dezember unter sieben Stunden
- Genutzt wird die Strecke hauptsächlich in der Nacht

Die ÖBB und die Deutsche Bahn wollen dem Flugverkehr auf der Strecke Wien-München Konkurrenz machen. Bereits seit Dezember sind sieben neue Neigezüge des Nachbarlandes auf der Strecke im Einsatz. Die Fahrzeit ist dadurch auf unter sieben Stunden gesunken. Die Zahl der Fahrgäste habe sich dadurch von Dezember bis Juli gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um über 50 Prozent erhöht, erklärte der ÖBB-Fernverkehrschef Stefan Wehinger.
Die Auslastung der Züge liegt nach dem ersten Halbjahr jetzt bei 40 Prozent. Im Herbst rechnet Wehinger mit einem weiteren Anstieg.
Konkurrenz zum Flieger
Mit knapp sieben Stunden Fahrzeit sei man nun mit dem Flugzeug konkurrenzfähig, erklärte Wehinger. Zwar benötigt der Flieger von Wien nach München nur eine Stunde. Wenn man die Check-In-Zeiten und die Fahrtzeit vom Flughafen ins Stadt-Zentrum mit berücksichtige, sei der Unterschied jedoch geringer. Die Preise für eine Hin- und Retourfahrt Wien-München liegen für die Bahn bei rund 45 Euro mit Vorteilskarte oder Sparschiene-Ticket und knapp 90 Euro für eine herkömmliche Fahrkarte. Ein Flugticket, etwas länger im Vorhinein gebucht, gibt es ab 200 Euro.
Ruckzuck im Urlaub - Ideal für Business
Genutzt wird die Verbindung auf der Strecke Wien-München vor allem von Städte-Touristen und Wochenpendlern, wobei sich die Zahl der Geschäftsreisenden im Anstieg befindet. Im Detail ist die Zahl der Fahrgäste von Mitte Dezember vergangenen Jahres bis Ende Juli in der 1. Klasse um 56 Prozent auf 15.100 und in der 2. Klasse um 53 Prozent auf 125.400 Reisende gestiegen. (apa/red)

