Hilfe fürs Herz - Makrele & Hering vor
allem für Risiko-Patienten zu empfehlen
- Neu entwickelter "Omega-3-Index" als Warn-Signal
Herzpatienten sollten regelmäßig Makrele, Hering oder Lachs essen. Diese öligen Kaltwasserfische enthalten besonders viel Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure(DHA). Und nach mehr als 20 Jahren sei nun klar, dass diese beiden mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren Erkrankungen der Herzkranzgefäße und dem plötzlichen Herztod vorbeugten, berichtete der Münchner Kardiologe Clemens von Schacky in der "Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin". So senkten sie die Herzfrequenz in Ruhephasen und reduzierten daher in hohem Maße die Neigung zu Rhythmusstörungen.
Schacky verwies auf eine aktuelle Studie mit mehr als 2.000 Männern. Diese erhielten 42 Tage nach ihrem ersten Herzinfarkt entweder den konkreten Rat, wöchentlich zwei Mal öligen Fisch zu essen, oder eine konventionelle Empfehlung zur Ernährungsumstellung, den Rat zu einer faserreichen Kost oder eine Kombination dieser Ratschläge.
Warnung durch "Omega-3-Index"
Nach zwei Jahren sei ausschließlich durch den Rat zum Fischverzehr die Gesamtsterblichkeitsrate um 29 Prozent gesenkt worden, erklärte der Leiter der Präventiven Kardiologie der Universität München. Gemeinsam mit einem US-Kollegen entwickelte Schacky einen "Omega-3-Index", mit dem sich die Gefahr vor einem plötzlich auftretenden Herztod abschätzen lässt. Bei einem Index unter vier Prozent sei das Sterberisiko zehn Mal so hoch wie bei einem Omega-3-Index von über acht Prozent, sagt der Mediziner. Allen Patienten, die keinen Fisch mögen, empfiehlt er als Alternative gereinigte Fischölpräparate. (APA/red)
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