Wovon wir alle "träumen", ist jetzt amtlich: Schlaf ist gut für unsere Gedächtnisleistung!
- Viele Inhalte lassen sich im Tiefschlaf reaktivieren
- Nordeutsche Studie machte Test mit "Memory"-Spiel
·Emotionale Prozesse
wichtig fürs Lernen
Freude fördert Lernen, Angst hemmt Kreativität
·Neue Erkenntnisse
in der Hirn-Forschung
Abbau von Proteinen ist für Erinnerung wichtig
·Verbale Zusprache prägt sich früh ein
Babys behalten schon mit
3 Monaten ganze Sätze
Schlaf fördert die Gedächtnisbildung. Verantwortlich für diesen Effekt sind unbewusste Reaktivierungen der Gedächtnisinhalte während des Tiefschlafs, wie Neurowissenschaftler der Universitäten Lübeck und Hamburg herausfanden. Die Forscher hatten 18 Testpersonen die Position von Bildpaaren wie beim "Memory"-Spiel lernen lassen und sie parallel Rosenduft einatmen lassen. Wenn in der darauf folgenden Nacht während des Tiefschlafs dieser Rosenduft erneut dargeboten wurde, wussten die Probanden am nächsten Tag noch 97 Prozent der Bildpaare. Ohne Duftzusatz lag die Erfolgsquote dagegen nur bei 86 Prozent.
Der Rosenduft habe im Schlaf die Erinnerung an das Spiel reaktiviert und damit die Gedächtnisbildung verstärkt, berichteten die Mediziner. In einem Kontrollexperiment ließen sie den Duft während des Spiels weg: Und tatsächlich hatte der Rosenduft im Schlaf auch keine Auswirkungen auf das Gedächtnis.
Weitere Studien ergaben, dass die Reaktivierung der Lerninhalte nur im Tiefschlaf wirksam ist. Eine Untersuchung im Kernspintomographen zeigte zudem, dass der Hippocampus - also jene Hirnstruktur, die für die Speicherung der Bildpaare des Spiels entscheidend ist - überraschend deutlich aktiviert wurde, wenn der beim Spiel dargebotene Duft im Tiefschlaf erneut versprüht wurde.
(apa/red)
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