Opposition kritisiert BAWAG: Grüne orten
ein "katastrophales Krisenmanagement"
- BAWAG deomonstriere Ignoranz von EU-Recht
- FPÖ: Aktion würde Finanzplatz Österreich schaden
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Kubaner-Debakel: 100 Kunden wurde gekündigt
Mit harten Worten haben die drei Oppositionsparteien Grüne, FPÖ und BZÖ das Verhalten der BAWAG P.S.K. im Zusammenhang mit den Kubaner-Konten kritisiert. Die Bank, die vom US- Fonds Cerberus übernommen wird, hatte zunächst rund 100 in Österreich lebenden Kubanern die Geschäftsverbindungen gekündigt, nunmehr will sie beim US-Finanzministerium eine Ausnahmegenehmigung dafür beantragen.
Die Grünen orten "katastrophales Krisenmanagement". "Das Vorgehen der BAWAG war von Beginn an eine Katastrophe. Aber dass die Bank jetzt, nachdem sie hundert Personen kubanischer Herkunft das Konto gekündigt hat, auch noch auf die absurde Vorstellung kommt, bei den US-Behörden um eine Ausnahmegenehmigung anzusuchen, schlägt dem Fass den Boden aus", so der stellvertretende Klubobmann Öllinger. Die BAWAG demonstriere damit ihre Ignoranz von österreichischem und EU- Recht.
"Vorauseilende Übererfüllung nicht gestellter Anforderungen bleibt eine österreichische Spezialität", meinte der Vorsitzende des Banken -U-Ausschusses, Martin Graf (FPÖ). "Mit dem Hinauswurf kubanischer Privatkunden wollte sich die BAWAG offenbar als Vorzugsschüler im Fach 'vorauseilender Gehorsam' erweisen." Die Begründung von BAWAG- Chef Nowotny, er habe nicht anders handeln können, sei "unhaltbar", so Graf. Diese Aktion würde dem Finanzplatz Österreich nachhaltig schaden.
Auch BZÖ-Chef Westenthaler sieht die Reputation des Finanzplatzes Österreich durch "das katastrophale Missmanagement der BAWAG" in Gefahr. FPÖ und BZÖ fordern daher die Neuausschreibung des Zahlungsverkehrs der Republik Österreich, der derzeit über die BAWAG P.S.K. abgewickelt wird.
(apa/red)
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