Freitag, 20. April 2007

5%-Einstieg bei BAWAG: Beteiligung der Post bei Gewerkschaftsbank wird konkreter

  • Möglicherweise fordert Post Sitz im Aufsichtsrat ein
  • 5-Prozent-Paket würde rund 160 Millionen € kosten

Die Österreichische Post AG wird aller Voraussicht nach mit 5 Prozent bei der BAWAG P.S.K. einsteigen. Nach entsprechenden Medienberichten hat der Leiter für Strategie und Unternehmensentwicklung, Nader, laut "Bloomberg" eine solche Beteiligung als "wahrscheinlichstes" Szenario bestätigt. Möglicherweise wird die Post auch einen Sitz im BAWAG-Aufsichtsrat einfordern.

Erst vor kurzem soll laut Informationen der APA auch BAWAG-Chef Nowotny in einer Rede vor mehreren hundert Post- und Telekom- Bediensteten eine 5-prozentige Beteiligung der Post an der ehemaligen Gewerkschaftsbank in Aussicht gestellt haben. Weder ein Sprecher der Post, noch der BAWAG wollten die Aussagen bestätigen.

Der Aufsichtsrat der Post AG hatte den Vorstand einstimmig ermächtigt, mit dem neuen Eigentümer der BAWAG, dem US-Fonds Cerberus, "in Endverhandlungen bezüglich einer Minderheitsbeteiligung" einzutreten. Gemessen am Kaufpreis den Cerberus für das Gesamtunternehmen bezahlt, würden 5 Prozent die Post rund 160 Mio. Euro kosten. Ein Abschluss der Verhandlungen wurde in Post-Kreisen zuletzt nicht vor Mai erwartet. (apa)

20.4.2007 17:17