Freitag, 20. April 2007

64 Jobs weg: Slowenische Firma Gorenje schließt Produktionswerk in Oberösterreich

  • Gewerkschaft über Vorgehensweise verärgert
  • Gespräche mit Belegschaft und Betriebsrat vereinbart

Der slowenische Haushaltsgeräte-Hersteller Gorenje schließt seine Küchenproduktion in Oberösterreich. Laut dem Landessekretär der Gewerkschaft Bau Holz, Meier, sind 64 Mitarbeiter betroffen. Ein Gespräch zwischen Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaft wurde bereits vereinbart.

Die Vorgehensweise von Gorenje bei der Schließung des Werks in Oberösterreich sorgt bei der Gewerkschaft für Verärgerung. Meier zeigte sich gegenüber der APA "einigermaßen sauer": Nicht die Geschäftsführung selbst, sondern Mitarbeiter hätten die Gewerkschaft über die Schließung informiert. Er hätte sich im Vorfeld Gespräche erwartet und nicht eine "total überraschende" Nachricht am Freitagnachmittag.

Erst vor drei Monaten habe der betreuende Gewerkschaftssekretär Dietinger mit der Firmenleitung Verhandlungen über ein neues Arbeitszeitmodell geführt. Nun wurde bekannt, dass die Produktion und Montage in Freistadt mit Ende Juli eingestellt wird. 37 Arbeiter verlieren dann ihren Job, für die 27 Angestellten soll es noch bis Jahresende Beschäftigung geben. Die Küchenerzeugung werde nach Slowenien verlagert, so Meier.

Die Gewerkschaft hofft nun auf klärende Gespräche mit der Geschäftsführung und einen entsprechenden Sozialplan. Es gehe um die finanzielle Abfederung der Mitarbeiter, betonte der Landessekretär. "Wir müssen retten, was zu retten ist."

Der slowenische Produzent Gorenje hatte seinen Nettogewinn 2006 um 4,4 Prozent auf 22,3 Mio. Euro gesteigert. Der Gruppenumsatz erhöhte sich um fast ein Zehntel auf 1,1 Mrd. Euro.

(apa/red)

20.4.2007 16:20