Dienstag, 17. April 2007

Post macht BAWAG P.S.K.-Einstieg konkret: Aufsichtsrat ermächtigt zu Endverhandlung

  • Es soll um Anteil von 5% gehen - 160 Millionen Euro

Die Verhandlungen der Österreichischen Post AG über einen Einstieg bei der BAWAG P.S.K. werden konkreter. Der Aufsichtsrat hat dem Vorstand einstimmig ermächtigt, mit dem neuen Eigentümer der BAWAG, dem US-Fonds Cerberus, "in Endverhandlungen bezüglich einer Minderheitsbeteiligung" einzutreten. Dies teilte die Post nach der Aufsichtsratssitzung mit.

Laut "Kurier" geht es um einen Anteil von fünf Prozent bzw. einem Investment von 160 Mio. Euro. Die Post würde damit nach Cerberus der zweitgrößte BAWAG-Aktionär. Ein Sprecher des Unternehmens wollte auf APA-Anfrage Details über Beteiligungshöhe, die geplanten Ausgaben oder über den Zeithorizont der Verhandlungen nicht kommentieren.

Der Anteil österreichischer Investoren an der BAWAG insgesamt wird laut Aussagen von ÖGB-Chef Hundstorfer in der Tageszeitung "Der Standard" knapp unter zehn Prozent liegen. Neben der Post wollen sich auch die Generali-Versicherung, die Wüstenrot-Gruppe und mehrere industrielle Investoren rund um Ex-Finanzminister Androsch beteiligen.

Wie berichtet soll Cerberus der Post Ende des Vorjahres fünf bis zehn Prozent an der Bank angeboten haben. Die Post will dabei nicht mehr als einen bisher offiziell nicht präzisierten fixen Betrag für die Beteiligung ausgeben. Wie viele Prozent an der BAWAG sich mit dem Betrag für die Post ausgehen, wird laut Post-Kreisen vor allem von einem neuen Business-Plan der Bank abhängen, der nach wie vor noch nicht vorliegen dürfte. Ein Abschluss der Verhandlungen noch im April gilt deshalb als unwahrscheinlich. (apa/red)

17.4.2007 19:35