Dienstag, 17. April 2007

Hilfe aus der Politik: Voves will sich um Geldgeber für den maroden GAK kümmern

  • Land Steiermark wird selbst aber nichts investieren
  • GAK-Boss Sticher: Werden Zwangsausgleich schaffen

Ohne Ergebnisse zu verlautbaren sind die Führungsriege des insolventen GAK mit Präsident Stephan Sticher an der Spitze und die Vertreter der steirischen Landesregierung nach einem 45-Minuten-Gespräch auseinander gegangen. Der steirische LH Franz Voves sagte: "Wir werden sehen, was die privaten Sponsoren an finanziellen Mittel aufbringen können. Sollte man für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs noch weiter Mittel benötigen, werden wir im Bereich der landeseigenen Unternehmen überlegen, den steirischen Spitzensport zu fördern". GAK-Präsident Sticher gab sich "überzeugt und in Hoffnung, den Zwangsausgleich zu schaffen".

Das Hauptaugenmerk gelte jedoch der Nachwuchsförderung, so Voves, der zusammen mit Sportlandesrat Manfred Wegscheider im Landhaus in Graz mit den GAK-Spitzen zusammengetroffen war. "Für die Zukunft beider steirischer Spitzenfußballvereine stehen wir als Land Steiermark zur Verfügung - aber wahrscheinlich erst im Sommer bzw. Herbst nach Abschluss aller Verfahren inklusive der Lizenzerteilung und auch dann nur im Falle eines Konsenses in der Regierung und im Landtag", sagte der steirische Landeshauptmann. Ob er bereits mit eventuellen Sponsoren für den GAK gesprochen habe, wollte Voves nicht sagen.

GAK-Präsident Sticher erklärte, er habe in den vergangenen Tagen viele Verhandlungen geführt und er sei für den Verein zuversichtlich, der Insolvenz zu entgehen. Über die eventuellen Investoren wollte er nichts sagen, aber es handle sich dabei ausschließlich um steirische Unternehmen.

Sticher betonte, dass es nicht darum gehe, dass sich das Land Steiermark selbst als Investor betätige. Außerdem: "Der GAK erhält nicht mehr Unterstützung als etwa die Vereine Gratkorn, Hartberg oder DSV Leoben".

(apa/red)

17.4.2007 12:24