Ehrgeizige Klima-Ziele: Norwegen will bis 2050 erster "Null-Emissions-Staat" werden
- Für jede Tonne Treibhausgas wird eine eingespart
- Regierung: Ausstoß bis 2020 um ein Drittel senken

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Norwegen setzt sich ehrgeizige Klimaschutz-Ziele: Bis 2020 will das Land seinen Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen um ein Drittel senken und bis 2050 eine Klimagas-Bilanz von Null erreichen. "Wir wollen bis 2020 unsere Treibhausgas-Emissionen um 30 Prozent drücken", sagte Regierungschef Jens Stoltenberg auf dem Parteitag der Arbeiterpartei.
Bis 2050 müsse das Land der erste "Null-Emissions-Staat" weltweit werden. Mit diesen Klimazielen geht Norwegen deutlich weiter als die Mitgliedstaaten der EU, die ihren Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 um ein Fünftel reduzieren wollen.
Ein "Null-Emissions-Staat" zu werden bedeute, dass für jede produzierte Tonne Treibhausgas an anderer Stelle eine Tonne eingespart werden müsse, sagte Stoltenberg. Dieser Ausgleichsmechanismus entspricht den Grundsätzen des Kyoto-Abkommens. In dem Abkommen hatten sich rund 40 Energiestaaten darauf verpflichtet, bis 2012 den Ausstoß klimaschädlicher Gase - allen voran Kohlendioxid - um insgesamt fünf Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken.
Stoltenberg kündigte an, Norwegen werde bis 2012 seine Emissionsspar-Verpflichtungen sogar noch um zehn Prozent übersteigen. Norwegen, der weltweit drittgrößte Erdöl- und Erdgasexporteur, deckt seinen eigenen Elektrizitätsbedarf fast vollständig mit emissionsarmer Energie aus Wasserkraft.
(apa)
