Sarkozy, Royal oder Bayrou? Spannender Endspurt um Frankreichs Präsidentschaft
- Bayrou verkleinert Abstand zur Zweitplatzierten
- Royal nur mehr zwei Prozent hinter Favorit Sarkozy
·'Kein Minister von rechtsextremer Partei'
Versprechen von Sarkozy
für eventuellen Wahlsieg
·'Sarkozy sollte sich spontan zurückziehen'
Le Pen hat Problem mit
ungarischen Wurzeln
·F-Wahl: Le Pen bietet
Sarkozy Gespräche an
Sieht "Punkte einer mög-
lichen Übereinstimmung"
·Sarkozy: Straffreiheit
für Chirac garantiert?
Angeblich Gegenleistung für Wahl-Unterstützung
·Heiße Verfassungs- debatte in Frankreich
Präsidentschaftsanwärter fordern Sechste Republik
·Sarkozy: "Du bist ein unloyaler Drecksack"
Parteichef soll Begag via Telefon beschimpft haben
·Frankreich: Linker Lichtblick Besancenot
Antiwirtschaftsliberale mit
Problemen im Wahlkampf
·Sarkozy ein 'Lügner'
und niederträchtig
Schlammschlacht knapp vor der Frankreich-Wahl
·Frankreich: Seit rund 50 Jahren 5. Republik!
"Monarch auf Zeit" wird direkt vom Volk gewählt

Das Rennen um die französische Präsidentschaft bleibt spannend bis zur letzten Minute: In einer drei Tage vor der ersten Wahlrunde veröffentlichten Umfrage konnte der drittplatzierte François Bayrou von der Zentrumspartei UDF seinen Rückstand auf die Sozialisten Ségolène Royal um drei auf sechs Prozentpunkte verkürzen.
In der Stichwahl am 6. Mai sieht die Erhebung die Sozialistin nur zwei Punkte hinter dem rechtsbürgerlichen Kandidaten Sarkozy. Vor zwei Wochen hatte der Exinnenminister noch einen Vorsprung von acht Punkten.
"Die Abstände schmelzen", titelte die Zeitung "Le Figaro", die die Umfrage am Donnerstag veröffentlichte. Demnach könnte UMP-Chef Sarkozy am Sonntag mit 28,5 Prozent rechnen, 1,5 Punkte weniger als in der Vorwoche. Royal verlor einen Punkt auf 25 Prozent. In der Stichwahl käme er auf 51 Prozent gegen über 54 vor zwei Wochen.
Obwohl Bayrou, der als Kandidat der Mitte jenseits der traditionellen Lager von links und rechts ins Rennen geht, mit 19 Prozent noch deutlich zurückliegt, bleiben die Sozialisten beunruhigt. Der Sprung Royals in die zweite Runde sei "noch nicht erreicht", warnte Parteichef Hollande.
In der Tat sind die Umfragen mit Vorsicht zu genießen. Obwohl das Interesse der Franzosen an der Wahl mit 81 Prozent höher ist als vor fünf Jahren, ist jeder dritte Wähler noch nicht sicher, wem er seine Stimme geben wird. Insbesondere hinter dem Abschneiden des Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen steht ein großes Fragezeichen.
(apa/red)
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